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Arbeiten bei Fujitsu: Leidenschaft für das scheinbar Unmögliche

Arbeiten bei Fujitsu: Leidenschaft für das scheinbar Unmögliche
Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

In unse­rer Inter­view-Rei­he zum „Arbei­ten bei Fuji­tsu” möch­ten wir Ihnen eini­ge der Men­schen vor­stel­len, die täg­lich den Erfolg von Fuji­tsu wei­ter vor­an­trei­ben. Lars Mosche­rosch kam vor 18 Jah­ren ins Unter­neh­men und ver­ant­wor­tet heu­te als Sales Direc­tor den Bereich Manu­fac­tu­ring & Auto­mo­ti­ve South Ger­ma­ny. Ein Gespräch über Schlüs­sel­er­leb­nis­se, Super­com­pu­ter und die Wei­ten des Welt­alls, über Kar­rie­re­schrit­te, kom­pli­zier­te Mis­sio­nen und die Kunst, jedes Ziel zu errei­chen.

Lars, als gerade einmal Siebenjähriger warst du bereits fasziniert von IT. Erinnerst du dich, was zu dieser Zeit deine Neugier geweckt hat? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Ich weiß nicht, ob es DAS Schlüs­sel­er­leb­nis war, aber der Film „2001: Odys­see im Welt­raum“ hat mich, obwohl ich den Zusam­men­hang als Kind nicht ganz ver­stan­den habe, wirk­lich gefes­selt. Vor allem der Super­com­pu­ter HAL 9000, der mit einer künst­li­chen Intel­li­genz aus­ge­stat­tet war. Die Mög­lich­keit, in die­ser Rich­tung etwas zu machen, bot mir dann die Schu­le an, denn nach dem Unter­richt war noch lan­ge nicht Schluss: Es war für fast jeden mehr oder weni­ger Pflicht, eine AG zu bele­gen. Im Vor­der­grund stan­den Arbeits­ge­mein­schaf­ten wie Nähen, Sin­gen, Foto­gra­fie­ren, Modell­bau von Flug­zeu­gen oder Schif­fen, Natur und Tech­nik. Natür­lich fiel mei­ne Wahl auf Com­pu­ter und Elek­tro­nik. Für mich war die­se Tech­nik immer etwas Fas­zi­nie­ren­des. Man kann aus Binär­codes, also Nul­len und Ein­sen, und mit viel Krea­ti­vi­tät etwas Neu­es erschaf­fen. Da es kei­nen Soft­ware­markt gab, muss­ten wir alles selbst pro­gram­mie­ren.

Weißt du noch, was du damals programmiert hast?

(lacht) Mein ers­tes Pro­gramm war, logisch für das Alter, natür­lich ein Spiel. Man kennt das heu­te noch als Sna­ke. Es bestand nur aus Buch­sta­ben und Zah­len, da eine gra­fi­sche Dar­stel­lung noch nicht mög­lich war. Aber ich habe nicht nur pro­gram­miert, son­dern auch mei­ne eige­nen Lei­ter­plat­ten geätzt, gelö­tet und bestückt. Es war eine echt tol­le Zeit, doch ich hät­te damals nie gedacht, dass ich damit mal mei­nen Lebens­un­ter­halt ver­die­ne. Übri­gens war mein ers­ter Rech­ner ein KC/87 mit einem 2.5 MHz U880-Mikro­pro­zes­sor und sat­ten 64 Kilo­byte Haupt­spei­cher …

Du hast dann geschafft, wovon viele träumen: den Lebensunterhalt eben doch mit dem zu verdienen, wofür man wirklich brennt. Wann war dir klar, dass du im IT-Bereich arbeiten möchtest?

Der Wunsch stand schon früh fest – und ich bin wirk­lich froh, dass er wahr gewor­den ist, dass ich mein Hob­by zum Beruf machen konn­te. Mei­ne Mut­ter woll­te immer, dass ich einen Hand­werks­be­ruf aus­übe. Viel­leicht lag das dar­an, dass mein Vater als Elek­tro­in­stal­la­teur arbei­te­te. Aller­dings war ein Aus­bil­dungs­be­ruf z. B. zum Fach­in­for­ma­ti­ker für Anwen­dungs­ent­wick­lung oder zum Soft­ware­ent­wick­ler kei­ne Opti­on für mich. Im Spe­zia­lis­ten­la­ger für IT war ich immer der­je­ni­ge, der unse­re Pro­jek­te vor­ge­stellt und prä­sen­tiert hat. Es hat mir damals schon sehr viel Spaß gemacht, die Men­schen zu inspi­rie­ren und zu über­zeu­gen. Natür­lich hat­te mein Hob­by den Vor­teil, sich in Bit & Byte aus­zu­ken­nen, denn ein erfolg­rei­cher Ver­trieb­ler soll­te sei­ne Pro­duk­te und Lösun­gen erklä­ren kön­nen. Lee­res Gere­de wird den Kun­den bestimmt nicht über­zeu­gen!

Die Raumfahrt wäre keine Alternative gewesen? Du interessierst dich doch auch sehr für Astronomie …

Arbeiten bei Fujitsu: Leidenschaft für das scheinbar Unmögliche - Lars Moscherosch
Die Milch­stra­ße. Foto: Lars Mosche­rosch.

Wer hat als klei­ner Jun­ge nicht davon geträumt, mal Astro­naut zu wer­den – aber für mich ist die Astro­no­mie doch eher ein Aus­gleich. Trotz­dem bin ich vom Welt­all fas­zi­niert, die Dimen­sio­nen und Ent­fer­nun­gen sind kaum vor­stell­bar. Vie­le von uns emp­fin­den 100 Jah­re als einen sehr lan­gen Zeit­raum, doch in den Tie­fen des Welt­alls ist das nichts.

Die nächs­te Son­ne Pro­xi­ma Cen­tau­ri ist vier Licht­jah­re von uns ent­fernt, also umge­rech­net 40 Bil­lio­nen Kilo­me­ter. Die Son­de New Hori­zons hat eine Rei­se­ge­schwin­dig­keit von gemüt­li­chen 54.000 Kilo­me­tern pro Stun­de. Für die Stre­cke zu Pro­xi­ma Cen­tau­ri wür­de sie mit die­ser Geschwin­dig­keit knapp 86.000 Jah­re benö­ti­gen. Ich ver­su­che, die­se Welt auf Fotos mit mei­nem 5‑Zoll-Refrak­tor ein­zu­fan­gen. Es ist immer wie­der ein Erleb­nis, das Ergeb­nis zu sehen – ein Bei­spiel habe ich dir mit­ge­bracht. Übri­gens muss die Dre­hung des Ster­nen­him­mels nach­ge­führt wer­den, und die Nach­füh­rung ist, wie kann es anders sein, com­pu­ter­ge­stützt.

Diese Welt ist wirklich faszinierend – und wir sind umso glücklicher, dass du dich beruflich gegen das All und für Fujitsu entschieden hast! Wenn du zurückblickst: Welche Stationen waren hier bislang die wichtigsten auf deinem Weg? Welche Erfahrungen und Erlebnisse haben dich geprägt?

Ich habe am 15.05.2000 bei Fuji­tsu als Insi­de Sales für auto­ri­sier­te Ver­triebs­part­ner ange­fan­gen und konn­te bereits nach vier Mona­ten tol­le Erfol­ge ein­fah­ren. Schnell wur­de mein dama­li­ger Ver­triebs­lei­ter Sieg­fried Fan­del auf mich auf­merk­sam. Er hat an mich geglaubt und mir die Mög­lich­keit gege­ben, in den Außen­dienst zu wech­seln. Das war für mich ein sehr wich­ti­ger Schritt. In kür­zes­ter Zeit konn­te ich vie­le Mit­tel­stands­kun­den für uns gewin­nen und hat­te unser kom­plet­tes Port­fo­lio (inkl. BS2000) inne. Ich habe eine der ers­ten Flex­frame-Lösun­gen ver­kauft, einen ein­ma­li­gen Betan­kungs­pro­zess für Cli­ents mit­ge­stal­tet und kom­plett neue Ser­vice­kon­zep­te ent­wi­ckelt. Ich habe fast alle Solu­ti­ons von Fuji­tsu ver­kauft – und war und bin bekannt dafür, auch etwas ande­re Lösungs­we­ge zu gehen.

Und so ging es dann auch rasch wei­ter: 2006 wur­de ich Account Mana­ger für Neu­kun­den, von 2008 an war ich ver­ant­wort­lich für Lar­ge Account und ab 2009 für Cor­po­ra­te & Mid­mar­ket Busi­ness. 2013 dann kam die wich­tigs­te Sta­ti­on in mei­ner Kar­rie­re als Account Mana­ger: Rupert Leh­ner teil­te damals mit Micha­el Schulz eine Visi­on – Neu­kun­den fokus­siert anzu­ge­hen. Wir grün­de­ten den ers­ten ech­ten Neu­kun­den­be­reich bei Fuji­tsu in CE. Neu­kun­den­ge­win­nung bleibt die Königs­dis­zi­plin in jedem Unter­neh­men – und ich habe es geliebt, neue Kun­den vom Fuji­tsu Way zu über­zeu­gen. Die­sem Bereich bin ich sehr erfolg­reich bis August 2017 treu geblie­ben, bevor ich mei­nen nächs­ten Kar­rie­re­schritt zum Sales Direc­tor wag­te. Die­sen Schritt habe ich nie bereut!

Es gab und gibt auf mei­nem Weg bei Fuji­tsu fünf wich­ti­ge För­de­rer, Men­to­ren bzw. Vor­bil­der. Aus Daten­schutz­grün­den möch­te ich sie hier nur kurz umschrei­ben: Die Rei­he beginnt mit mei­nem ers­ten Ver­triebs­lei­ter im Mit­tel­stand. Der Zwei­te arbei­tet nicht mehr bei uns; er wohnt in der Nähe von Gum­mers­bach und fährt in sei­ner Frei­zeit Trak­to­ren. Der Drit­te ist Head of Sales eines EMEIA-Bereichs und liebt den Frank­fur­ter Fuß­ball. Der Vier­te hat zur­zeit drei Manage­men­trol­len inne, und der Fünf­te ver­ant­wor­tet heu­te ein Indus­try Ver­ti­cal in Deutsch­land.

Du bist dem Vertrieb in diesen 18 Jahren immer treu geblieben – und konntest Auszeichnungen wie Top Performer, Winner of the Week, Winner of the Quarter beinahe in Serie sammeln. Was treibt dich an? Folgst du einem persönlichen Motto?

Wie gesagt, die IT ist mei­ne Lei­den­schaft, und das spü­ren die Kun­den. Mein Mot­to dabei ist: „Bera­te dei­nen Kun­den wie einen guten Freund“, denn lang­jäh­ri­ge Geschäfts­be­zie­hun­gen basie­ren nun mal auf Ver­trau­en. Ver­trau­en gewinnt der Ver­trieb­ler, der Wis­sen ver­mit­telt und die Bran­che sowie das Geschäft des Kun­den ver­steht. Es gibt doch nichts Schö­ne­res, als den Kun­den von einer Lösung zu über­zeu­gen und dafür einen Auf­trag in den Hän­den zu hal­ten. Ein klei­ner Rat an künf­ti­ge Ver­trieb­ler: Die Umsatz­zie­le schei­nen immer zu hoch sein, aber ein erfolg­rei­cher Account Mana­ger über­legt nie­mals, war­um es nicht geht, son­dern immer nur, was man tun muss, damit man sei­ne Zie­le erreicht. Bre­chen Sie Ihre Zie­le auf einen Monat und sogar auf eine Woche her­un­ter. So wir­ken die Zie­le erreich­ba­rer und rea­lis­tisch – und man sieht sofort, ob man noch im Kor­ri­dor ist oder Anpas­sun­gen fah­ren soll­te.

Nun hast du seit einem Jahr die Vertriebsleitung des Bereichs Manufacturing & Automotive South inne. Wie sieht dein Arbeitstag als Sales Director aus?

Arbeiten bei Fujitsu: Leidenschaft für das scheinbar Unmögliche - Lars MoscheroschIch bin über­all dort, wo mein Team mich braucht, aber am liebs­ten bei unse­ren Kun­den oder Part­nern. Soll­te ich mal nicht unter­wegs sein, ver­su­che ich, mei­nen Mit­ar­bei­tern mög­lichst vie­le admi­nis­tra­ti­ve The­men abzu­neh­men, um den maxi­ma­len Fokus auf unse­re Kun­den zu legen. Natür­lich gehö­ren auch zukünf­ti­ge Unter­neh­mens­stra­te­gien und das Kre­ieren neu­er Lösun­gen zu mei­nem Arbeits­all­tag. Das Bes­te an mei­nem Job ist das Arbei­ten mit mei­nem Team und mit den über­grei­fen­den Abtei­lun­gen. Unse­re Maxi­me ist die ste­ti­ge Erhö­hung der Zufrie­den­heit unse­rer Kun­den.

Wie viele Mitarbeiter zählt denn deine Abteilung – und welchen Führungsstil lebst du?

Ich habe ins­ge­samt vier Account Mana­ge­rin­nen und sie­ben Account Mana­ger in mei­nem Team. Mein Füh­rungs­stil passt sich den Anfor­de­run­gen mei­ner Mit­ar­bei­ter an. Oder las­se es mich so for­mu­lie­ren: Ich bin für mei­ne Mit­ar­bei­ter Coach, Spar­rings­part­ner, Impuls­ge­ber, Kri­sen­hel­fer, Mut­ma­cher und För­de­rer. Das heißt, mei­ne Auf­ga­be besteht im Grun­de dar­in, mei­nen Kol­le­gen einen ech­ten Mehr­wert zu bie­ten und ihnen zu ihren Erfol­gen ver­hel­fen. Das basiert sehr stark auf Ver­trau­en und Eigen­ver­ant­wort­lich­keit, denn eigen­ver­ant­wort­li­che Mit­ar­bei­ter wis­sen, wann und für was sie ihren Chef brau­chen. Klar ist der Rei­fe­grad unter­schied­lich und muss dabei berück­sich­tigt wer­den. Aber das allein reicht nicht aus – das Team muss auch gro­ßes Ver­trau­en in die Fähig­keit und Kom­pe­tenz sei­nes Chefs haben.

Ich möch­te an die­ser Stel­le einen Mit­ar­bei­ter zitie­ren: „Mein Chef muss immer mehr wis­sen als ich selbst.“ Okay, das ist viel­leicht zu sehr schwarz-weiß ­gemalt – aber ich wür­de gern den Kern der Aus­sa­ge extra­hie­ren. Der moder­ne Mit­ar­bei­ter möch­te ein Vor­bild! Die Gren­zen zwi­schen Work & Life ver­schwim­men zuse­hends und somit auch das Bild und der Anspruch an eine Füh­rungs­kraft. Das ist gemeint, wenn wir von „Work-Life-Blen­ding“ spre­chen.

Und welchen Stellenwert hat Teamwork in deiner Abteilung?

Die­se Fra­ge ist leicht zu beant­wor­ten: Team­work ist mir extrem wich­tig. Ein funk­tio­nie­ren­des Team bedeu­tet ein Gefühl der Zuge­hö­rig­keit. Um ein sol­ches Wir-Gefühl erzeu­gen zu kön­nen, darf nie­mand aus­ge­schlos­sen wer­den. Jeder soll­te bereit sein, für den ande­ren ein­zu­sprin­gen, sich gegen­sei­tig zu unter­stüt­zen und viel­leicht selbst auch etwas mehr zu tun. Auch wenn jeder eine indi­vi­du­el­le Vor­ga­be hat, för­de­re ich u. a. durch regel­mä­ßi­ge Team­calls und Mee­tings genau die­sen Zusam­men­halt. Wel­cher Ver­trieb­ler möch­te nicht sein Auf­trags­glück mit vie­len Men­schen tei­len – und am liebs­ten mit sei­nem Team.

Was würden umgekehrt deine Mitarbeiter über dich sagen?

(über­legt) Das ist natür­lich nicht ganz so leicht zu beant­wor­ten … Aber ich glau­be, sie wür­den sagen: „Lars bleibt immer opti­mis­tisch, betrach­tet kei­ne Situa­ti­on als hoff­nungs­los und hat fast immer eine Lösung parat.“ Ich bin schon auch stolz auf unse­re letz­te Mit­ar­bei­ter­um­fra­ge von MFA CE – wir hat­ten dort tat­säch­lich das bes­te Ergeb­nis.

Wenn wir deinen Background betrachten, sehen wir ja nicht nur einen ausgewiesenen Experten für IT und Vertrieb – sondern auch einen echten Insider bei Fujitsu. Kannst du für uns beschreiben, was typisch ist für die Welt von Fujitsu, was sie kennzeichnet?

Fuji­tsu ist ein tra­di­tio­nel­les ICT-Unter­neh­men, das seit mehr als 83 Jah­ren inno­va­ti­ve Pro­duk­te und Lösun­gen für unse­re Gesell­schaft erforscht und ent­wi­ckelt. Das ist schon eine der typi­schen Kern­ei­gen­schaf­ten: Wir blei­ben uns treu und ver­än­dern nicht per­ma­nent die Unter­neh­mens­stra­te­gie. Lang­fris­ti­ge Kun­den­be­zie­hun­gen sind uns wich­ti­ger als ein kurz­fris­ti­ges, nicht nach­hal­ti­ges Wachs­tum. Fuji­tsu ist über­all, z. B. auch in Autos oder im Gesund­heits­we­sen, um nur zwei Bei­spie­le zu nen­nen – das ist vie­len gar nicht bewusst. Die Men­schen, die für Fuji­tsu arbei­ten, sind dabei ein wich­ti­ger Bau­stein der Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie. Jeder wird respek­tiert und kann sei­ne Ideen ein­brin­gen.

Für mich per­sön­lich ist auch der Umwelt­schutz ein wich­ti­ger Aspekt. Ich woh­ne selbst in einem Null-Emis­si­ons­haus, und die Umwelt­zie­le von Fuji­tsu sind für ein ICT-Unter­neh­men vor­bild­lich. Unse­re lang­fris­ti­ge Umwelt­vi­si­on ist es, bis 2050 die CO2-Emis­sio­nen auf null zu sen­ken und zusätz­lich wei­ter an tech­no­lo­gie­un­ter­stüt­zen­den Lösun­gen zur Bekämp­fung des Kli­ma­wan­dels zu for­schen. Ich könn­te noch stun­den­lang erzäh­len …

Neben dem Thema Nachhaltigkeit: Welche Entwicklung stellt sich derzeit aus deiner Sicht als die spannendste in der IT dar?

Arbeiten bei Fujitsu: Leidenschaft für das scheinbar Unmögliche - Lars MoscheroschGanz klar, die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der heu­ti­gen Gesell­schaft und im Spe­zi­el­len der Unter­neh­men. Für vie­le ist der digi­ta­le Wan­del nichts Neu­es, denn bereits Mit­te der 1990er-Jah­re haben wir uns mit der Ver­net­zung von Com­pu­tern beschäf­tigt. Das war aus mei­ner Sicht die ers­te Stu­fe der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Dann kam um die Jahr­tau­send­wen­de die Ein­füh­rung und Nut­zung von mobi­len End­ge­rä­ten – was heu­te für fast jeden von uns nor­mal ist. Tat­säch­lich hat es aber min­des­tens zehn Jah­re gedau­ert, das in allen Unter­neh­men umzu­set­zen. Rein tech­nisch gese­hen wäre es zwar deut­lich frü­her und schnel­ler mög­lich gewe­sen, doch genau hier lie­gen die Fein­hei­ten. Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on ver­än­dert nicht nur das Han­deln, son­dern auch das Den­ken. Heu­te ist nicht nur die Tech­no­lo­gie viel wei­ter, son­dern auch die Erwar­tungs­hal­tung der Men­schen, ins­be­son­de­re von jün­ge­ren inno­va­ti­ven Mit­glie­dern der Gesell­schaft ist enorm gestie­gen.

Ich bin der Mei­nung, wenn selbst eta­blier­te Geschäfts­mo­del­le wan­ken oder gar dis­rup­tiv ver­än­dert wer­den, dann kann man von einer digi­ta­len Revo­lu­ti­on spre­chen. Das heißt, die Akzep­tanz und die Ein­stel­lung der Mit­ar­bei­ter im Unter­neh­men sind letzt­lich maß­geb­lich für den Erfolg oder Miss­erfolg der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Die neu­en Anfor­de­run­gen und die dar­aus ent­ste­hen­den Chan­cen sind für die ICT-Bran­che gigan­tisch. Und ich freue mich, ein Teil der nächs­ten Evo­lu­ti­ons­stu­fe zu sein und unse­re Kun­den auf die­ser Rei­se bera­ten und beglei­ten zu kön­nen.

Und mit Blick ins All – wohin geht die Reise dort?

In der Astro­no­mie gibt es eine Fül­le span­nen­der Ent­wick­lun­gen. Ein tol­les Bei­spiel für mich ist die euro­pä­isch-japa­ni­sche Mis­si­on „Bepi­Co­lom­bo“. Die Rei­se zum ers­ten der inne­ren Pla­ne­ten, zu Mer­kur, gilt als die kom­pli­zier­tes­te Raum­fahrt­mis­si­on in der gesam­ten Geschich­te der ESA. Grund sind u. a. die extre­men Bedin­gun­gen: Höchst­tem­pe­ra­tu­ren von 470 Grad Cel­si­us, ein schwa­ches Magnet­feld und die Nähe zur Son­ne. In den ver­gan­ge­nen 19 Jah­ren muss­te eine Rei­he neu­er Tech­no­lo­gien ent­wi­ckelt wer­den, um über­haupt ein Über­le­ben der Raum­son­de zu ermög­li­chen. Der Anflug zu Mer­kur wird mehr als sie­ben Jah­re dau­ern und beweist wie­der ein­mal, dass mit viel Ein­satz, Lei­den­schaft und Über­zeu­gung fast alles mög­lich ist. Jeder von uns kann das in sei­ne (Arbeits-)Welt über­tra­gen und so das schein­bar Unmög­li­che errei­chen …

Lars, ganz herzlichen Dank für das Gespräch!

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