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IT-Farming und Tomaten im Internet: Mit Fujitsu und Susann für ein Jahr nach Tokio, Japan

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Dass die Digi­ta­li­sie­rung auch vor der Land­wirt­schaft nicht Halt macht, wis­sen wir seit Dai­sy. Unse­re „Con­nec­ted Cow” mit ihren Talen­ten lebt wie jede ande­re Kuh auch – nur eben online. Daten ver­ra­ten dem Far­mer genau, wann sich wel­che Kuh sei­ner Her­de in der Brunft befin­det. Was sich auf den ers­ten Blick skur­ril anhört, hat unter ande­rem einen erns­ten demo­gra­phi­schen Hin­ter­grund. Mit „IT-Far­ming” ver­su­chen Exper­ten, unse­re natür­li­chen Res­sour­cen durch IT-Unter­stüt­zung so effi­zi­ent wie mög­lich zu nut­zen. Wie IT-Far­ming funk­tio­niert und war­um Toma­ten auf der Fuji­tsu eige­nen Farm „Aki­sai” ins Inter­net gehen, erfuhr unse­re Kol­le­gin Susann auf einem Mee­ting am Fuji­tsu Stand­ort Numa­zu. Anstatt im dicht bebau­ten Indus­trie­ge­biet lan­de­te sie auf einem unge­wöhn­li­chen Bau­ern­hof mit­ten im Grü­nen – und staun­te nicht schlecht.

„Akisai” bedeutet übersetzt „Bauernhof” – dieser bleibt ungewöhnlich

Tee­pflan­zen, Bäu­me und eine eige­ne Farm – nicht umsonst trägt der Fuji­tsu Stand­ort Numa­zu den Bei­na­men „natür­li­ches Fabrik­ge­län­de”. Was sich eigent­lich wider­spricht, ergibt an die­sem Fer­ti­gungs­stand­ort durch­aus Sinn. Auf der Fuji­tsu Farm „Aki­sai” geht es nicht um Desk­top PCs oder um Rechen­zen­tren und Fest­plat­ten, son­dern um unse­re natür­li­chen Res­sour­cen. „Aki­sai” bedeu­tet über­setzt Bau­ern­hof und auf den ers­ten Blick ähnelt die Farm tat­säch­lich einem gewöhn­li­chen Land­wirt­schafts­be­trieb. Hin­ter den Kulis­sen der Gewächs­häu­ser und Fel­der hilft jedoch durch­dach­te Tech­no­lo­gie den For­schern, unse­re begrenz­ten Res­sour­cen scho­nend und opti­mal zu nut­zen. Ange­sichts der demo­gra­phi­schen Ent­wick­lung steckt jede Men­ge Poten­zi­al hin­ter dem Schlüs­sel­be­griff „IT-Far­ming”, das fin­det auch Susann. Zunächst aber zeig­te sie sich über­rascht:

Die­ser Fuji­tsu Stand­ort ist eines von Japans „natür­lichs­ten Fabrik­ge­län­den”. Ja, wir sind aus­ge­zeich­net mit dem „Con­tri­bu­ti­on to Green Socie­ty Award” in Japan. Nicht nur, dass die Gegend bekannt für Tee­pflan­zen ist, auf dem Gelän­de gibt es sehr vie­le Bäu­me und, man mag es kaum glau­ben, unse­re eige­ne Fuji­tsu Farm: „Aki­sai”. Es han­delt sich jedoch nicht um eine gewöhn­li­che Farm. Es gibt Gewächs­häu­ser und Fel­der, aus­ge­stat­tet mit Sen­so­ren um das Wachs­tum der Pflan­zen und Früch­te zu über­wa­chen und aus­wer­ten zu kön­nen.

IT-Farming zählt zu den bedeutenden Zukunftsfaktoren

Reisetagebuch_Japan_AkisaiNeben ver­schie­de­nen Salat­s­or­ten bau­en die Mit­ar­bei­ter der Fuji­tsu Farm test­wei­se Toma­ten und Melo­nen an. Hier­bei geht es Fuji­tsu nicht um die Ver­mark­tung von Dün­ger, son­dern um einen wich­ti­gen Bei­trag für unse­re Zukunft. Susann über­zeug­te sich davon durch pro­bie­ren. Und wie schmeckt eine IT-Toma­te? „Wie aus Papas Gar­ten, kein Scherz”, sagt unse­re Kol­le­gin. War­um IT-Far­ming zu den bedeu­ten­den Zukunfts­fak­to­ren zählt, zeigt sich im demo­gra­phi­schen Wan­del. Ten­den­zi­ell leben zukünf­tig eher mehr Men­schen auf der Erde als weni­ger. Nutz­flä­chen schrump­fen, wäh­rend die Städ­te wach­sen. Susann:

Ich den­ke für die Zukunft steckt eine Men­ge Poten­ti­al in „IT-Far­ming”, denn mit der zuneh­men­den Men­ge an Men­schen auf der Welt und der damit klei­ner wer­den­den ver­füg­ba­ren Flä­che, wer­den Unter­su­chun­gen im Hin­blick auf effi­zen­tes Nut­zen die­ser Flä­chen immer wich­ti­ger. Beson­ders, wenn es nicht dar­um geht, eine Men­ge Dün­ger ver­wen­den zu wol­len, son­dern Ein­fluss­fak­to­ren wie Son­ne, Wär­me und Mine­ral­stof­fe opti­mal zu nut­zen. Fuji­tsu leis­tet damit einen wich­ti­gen Bei­trag zu unse­rer Zukunft.

Fujitsus Historie in einer großen Halle vereint

Ein wei­te­res High­light war­te­te mit dem Fuji­tsu „DNA-Muse­um” und einem Blick in die Ver­gan­gen­heit auf unse­re Kol­le­gin und am Ende ihres Besuchs zog sie ein durch­weg beein­druck­tes Fazit aus ihrem Besuch in Numa­zu:

Im „DNA-Muse­um” liegt eine Samm­lung his­to­ri­scher Mate­ria­li­en rund um unser Unter­neh­men. Man kann die ers­ten Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­rä­te, Tei­le unse­rer Groß­rech­ner sowie sämt­li­che Doku­men­te genau­es­tens unter die Lupe neh­men. Eine Samm­lung der kom­plet­ten Japan-Geschich­te in einer gro­ßen Hal­le ver­eint. Wer also ein­mal das Glück hat nach Japan zu kom­men, soll­te sich unbe­dingt ein­mal in unse­rer Fac­to­ry in Numa­zu umse­hen.

????????????????????????????????????Wir dan­ken Susann an die­ser Stel­le für ihre span­nen­den Ein­drü­cke von der Farm „Aki­sai”. Bereits heu­te müs­sen wir dem The­ma „IT-Far­ming” eine wich­ti­ge Bedeu­tung bei­mes­sen, denn eines bleibt ein Fakt: als unend­lich kön­nen wir kei­ne unse­rer natür­li­chen Res­sour­cen bezeich­nen und nicht nur die Digi­ta­li­sie­rung, son­dern auch der demo­gra­phi­sche Wan­del ver­än­dern unse­re Welt. Allein in Japan ste­hen 10 Mil­lio­nen land­wirt­schaft­li­che Arbeits­kräf­te aus dem Jahr 1970 gegen gera­de ein­mal 2 Mil­lio­nen von heu­te und die Bevöl­ke­rung altert. An die­sen Zah­len kön­nen wir mes­sen, wie wich­tig effi­zi­en­te Nutz­flä­chen in Zukunft sein wer­den. Für Susann geht es mit die­sem Gedan­ken und einer Men­ge Ein­drü­cken im Gepäck zurück nach Tokio.

Alle Bei­trä­ge die­ser Serie fin­den Sie unter dem Schlag­wort „Rei­se­ta­ge­buch Japan”.

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  • […] Entdecken Sie aus der Perspektive von Andrew Lewis, was IT-Farming alles zu bieten hat. Warum wir diesem Thema eine hohe Bedeutung einräumen müssen, liegt klar auf der Hand. Keine unserer natürlichen Ressourcen können wir als „unendlich“ bezeichnen. Ohne Nahrung und eine intakte Natur zieht der Mensch immer den Kürzeren. Übrigens, unsere Kollegin Susann hat den „etwas anderem Bauernhof“ Akisai im Rahmen ihres Japan-Aufenthalts besucht. Was sie dort erlebt hat, lesen Sie in ihrem Beitrag: IT-Farming und Tomaten im Internet: Mit Fujitsu und Susann für ein Jahr nach Tokio, Japan. […]

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