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Data Protection für die digitale Welt: Von der Geschäftskontinuität zur Monetarisierung

Data Protection für die digitale Welt: Von der Geschäftskontinuität zur Monetarisierung
Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Wir befin­den uns im data-dri­ven Digi­tal­zeit­al­ter. Noch nie war es so wich­tig wie jetzt, zu ver­ste­hen wel­che Daten Sie besit­zen, wo die­se gespei­chert sind und wer Zugriff hat. Und das soll­ten Sie tun, bevor Sie sich über­haupt Gedan­ken dar­über machen, was Sie mit die­sen Daten anfan­gen. Das sage ich nicht ein­fach so. Um unse­re Kun­den bei die­sem wich­ti­gen Schritt zu unter­stüt­zen, habe ich gera­de eine neue Rol­le als Chief Data Offi­cer für das Pro­dukt­ge­schäft von Fuji­tsu in Euro­pa über­nom­men. Mei­ne Auf­ga­be ist es, Unter­neh­men dabei zu hel­fen, ihre Daten in den Griff zu bekom­men – als Grund­la­ge für ihre Digi­ta­le Transformation.

Ein wich­ti­ger Bestand­teil des „mehr mit den Daten anzu­fan­gen” ist es, sie nicht zu ver­lie­ren. Oder zu „ver­le­gen“. Ver­glei­chen Sie es mit einer Lese­bril­le. Wenn Sie so sind wie ich, wer­den Sie Ihre Bril­le min­des­tens ein­mal am Tag nach dem Abneh­men irgend­wo hin­le­gen. Der Ort erscheint in die­sem Augen­blick abso­lut sinn­voll. Aber sie ver­ges­sen trotz­dem sofort, wo es war. Das kann für die spä­te­re Suche nach der Bril­le frus­trie­rend sein.

Wenn die­se Bril­le nun ein Satz Daten ist, ist es eigent­lich nicht so schwer, ihn wie­der­zu­fin­den. Aber was, wenn andau­ernd neue Sät­ze hin­zu­kom­men? Wo legen Sie die­se hin? Und wür­den Sie sie wiederfinden?

Wir erschaffen mehr Daten als je zuvor – und das jeden Tag

Die Bedeu­tung des The­mas Data Pro­tec­tion ist in dem Maße gestie­gen, wie die Men­ge der erzeug­ten und gespei­cher­ten Daten. Es geht um mehr, als rei­nes Back­up. Die Tools, die einst nur für Back­ups gedacht waren, umfas­sen mitt­ler­wei­le die vol­le Ver­wal­tung inklu­si­ve Dis­co­ver- und Ana­ly­se­funk­tio­nen. Sie erstel­len Infor­ma­ti­ons­spei­cher und ermög­li­chen die Suche nach Infor­ma­tio­nen – und vor allem das Auf­fin­den sel­bi­ger genau dann, wenn Sie sie benö­ti­gen. Das kann zum Bei­spiel für Geschäfts­ana­ly­sen oder Deep Lear­ning zur Unter­stüt­zung von Künst­li­cher Intel­li­genz der Fall sein.

Bis zum Jahr 2030 wer­den vor­aus­sicht­lich mehr als 200 Mil­li­ar­den IoT-Gerä­te mit dem Inter­net ver­bun­den sein. Die rie­si­gen Daten­men­gen, die von die­sen Gerä­ten erzeugt wer­den, set­zen IT-Abtei­lun­gen dann noch stär­ker unter Druck, für Schutz zu sor­gen und Aus­fäl­le und Aus­fall­zei­ten zu ver­hin­dern. Ohne eine strin­gen­te Stra­te­gie geht dann schnell nichts mehr.

Laut der Sicher­heits­ana­lys­ten­fir­ma ESG voll­zieht sich im Bereich Data Pro­tec­tion ein grund­le­gen­der Wan­del. Er bewegt sich weg von tra­di­tio­nel­len Back­up- und Wie­der­her­stel­lungs­me­tho­den hin zu auto­no­me­ren KI-basier­ten Lösun­gen. ESG warnt vor einer Kluft zwi­schen der tra­di­tio­nel­len Siche­rung, bei der Daten nur bewegt, aber nicht zur För­de­rung oder Unter­stüt­zung von Geschäfts­er­geb­nis­sen genutzt wer­den und dem moder­nen Manage­ment, mit dem Daten bes­ser ver­stan­den und für wei­te­re Zwe­cke wie­der­ver­wen­det wer­den kön­nen. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass sich die Ein­bli­cke und Ana­ly­sen mone­ta­ri­sie­ren las­sen, müs­sen sich Unter­neh­men heut­zu­ta­ge neue­ren Trends und Lösun­gen für das Manage­ment und den Schutz von Daten zuwen­den. Nur so kön­nen sie ihre Daten für Inno­va­tio­nen, Dif­fe­ren­zie­rung und zu guter Letzt die Markt­füh­rer­schaft nutzen.

Doch wo sollten Experten für Data Protection ansetzen?

Wenn Sie sich für eine Stra­te­gie ent­schei­den, müs­sen Sie ein paar Din­ge beach­ten.

Data Pro­tec­tion ist mehr als nur eine klas­si­sche Siche­rung. Es umfasst dar­über hin­aus die Berei­che Snapshots, Repli­ka­ti­on, Busi­ness Con­ti­nui­ty, Kata­stro­phen­schutz und ver­schie­de­ne Arten der Archi­vie­rung. Aber selbst für den Fall, dass Sie sich auf die Siche­rung beschrän­ken wol­len, gibt es noch zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, die Sie in Betracht zie­hen müs­sen. Den­ken Sie über On-Pre­mi­ses- und Cloud-zen­trier­te Lösun­gen nach – oder über hybri­de Architekturen.

Ein res­sour­cen­ef­fi­zi­en­ter Ansatz basiert immer auf der Klas­si­fi­zie­rung der jewei­li­gen Anfor­de­run­gen. Stel­len Sie sich daher eini­ge wich­ti­ge Fra­gen: Wel­che Daten haben Sie und wo lie­gen sie? Wie alt und sen­si­bel sind sie? War­um brau­chen Sie die­se Daten? Und wären Sie in der Lage, sie im Bedarfs­fall abzurufen?

Bevor es um die ver­wen­de­ten Tech­no­lo­gien und Pro­duk­te geht, soll­ten Sie SLAs ent­spre­chend der geschäft­li­chen Anfor­de­run­gen Ihres Unter­neh­mens defi­nie­ren. Bei der Prü­fung von SLAs sind zwei Aspek­te zu berück­sich­ti­gen: Das Reco­very Point Objec­ti­ve (RPO) und das Reco­very Time Objec­ti­ve (RTO). Das RPO defi­niert, wie vie­le Daten Sie als Unter­neh­men zu ver­lie­ren bereit sind. Für die Wie­der­her­stel­lung im Scha­dens­fall wird hier eine Siche­rungs­ko­pie vor­ge­hal­ten. Das RTO hin­ge­gen defi­niert, wie lan­ge es dau­ern darf, bis Ihr Unter­neh­men wie­der betriebs­be­reit ist. Es umfasst die Zeit vom Aus­fall des Sys­tems bis zu dem Punkt, an dem die Anwen­dun­gen wie­der laufen.

Der tra­di­tio­nel­le Back­up-Ansatz ist für die heu­ti­gen, dyna­mi­schen Ope­ra­tio­nen nicht mehr geeig­net oder gar kos­ten­ef­fi­zi­ent. Die Her­aus­for­de­rung: Sie benö­ti­gen einen Tech­no­lo­gie-Mix zur Auf­recht­erhal­tung der Geschäfts­kon­ti­nui­tät. Auch wenn das kom­plex klingt: Die Zusam­men­ar­beit mit dem rich­ti­gen Lösungs­an­bie­ter gibt Ihnen die Mög­lich­keit, eine Data Pro­tec­tion App­li­an­ce zu imple­men­tie­ren, die effi­zi­ent mit Zeit und Bud­get umgeht. Data Pro­tec­tion App­li­an­ces füh­ren Daten­ver­ar­bei­tungs­auf­ga­ben wie Repli­ka­ti­on, Dedu­pli­zie­rung und Band­ver­wal­tung direkt auf der Spei­cher­ebe­ne aus. Das hilft, die Arbeits­last für die Back­up-Soft­ware, die Ser­ver und in den Netz­wer­ken zu ver­rin­gern und den Ver­wal­tungs­auf­wand deut­lich zu redu­zie­ren. Doch nicht alle Daten sind geschäfts­kri­tisch. Eine Klas­si­fi­zie­rung nach Rele­vanz ermög­licht es Ihnen, pas­send auf die bestehen­den Anfor­de­run­gen zu reagie­ren und die Kos­ten für die Ver­wal­tung gering zu hal­ten. Set­zen Sie auf Such- und Dis­co­very-Tools, um zu erfah­ren, wel­che Daten Sie vor­lie­gen haben.

Man­che Unter­neh­men sehen eine Archi­vie­rung nur aus Com­pli­an­ce-Grün­den als not­wen­dig an. Doch sie kann noch so viel mehr leis­ten und sogar zur Kos­ten­ein­spa­rung bei­tra­gen und einen geschäft­li­chen Nut­zen brin­gen. Archi­vie­rung bringt einen Mehr­wert in die Daten, da die Infor­ma­tio­nen mit­tels tief­grei­fen­der Lern­werk­zeu­ge Aus­kunft über Trends und Zusam­men­hän­ge geben kön­nen, die sich mone­ta­ri­sie­ren lassen.

Was tun, wenn Ihre Unternehmensdaten über Edge, Core und Cloud verteilt sind?

Heut­zu­ta­ge schlie­ßen Kun­den in der Regel mit mehr als einem Cloud-Anbie­ter auf ein­mal Ver­trä­ge ab. Die­se Situa­ti­on stellt die Siche­rung von Daten und ihre Ver­schlüs­se­lung vor Her­aus­for­de­run­gen, vor allem, wenn Daten zwi­schen ver­schie­de­nen Clouds ver­scho­ben wer­den. Gene­rell soll­ten Sie sich, unab­hän­gig von der Ver­schlüs­se­lung der ein­zel­nen Anbie­ter, für einen sepa­ra­ten, zen­tra­len Ver­schlüs­se­lungs­me­cha­nis­mus ent­schei­den. So kön­nen Sie Arbeits­las­ten sicher vom Edge zum Core und in die Cloud ver­la­gern und die Ein­hal­tung gesetz­li­cher Vor­schrif­ten sicher­stel­len, vor allem in stark regu­lier­ten Branchen.

Um den Schutz Ihrer Daten ent­spre­chend Ihrer geschäft­li­chen Anfor­de­run­gen zu opti­mie­ren, soll­ten Sie auf einen Part­ner set­zen, der Ihnen Fle­xi­bi­li­tät bie­tet. Die Basis ist ein viel­fäl­ti­ges, aber sich ergän­zen­des Port­fo­lio von App­li­an­ces, Tape-Lösun­gen und Soft­ware zur Data Protection.

Mit der gewähl­ten Lösung soll­te es Ihren Exper­ten mög­lich sein, die ver­wen­de­te Back­up- und Archi­vie­rungs­in­fra­struk­tur zu kon­so­li­die­ren, abge­stimmt auf die Anfor­de­run­gen des jewei­li­gen Rechen­zen­trums. Das Ergeb­nis: Ein­spa­run­gen bei den Betriebs­aus­ga­ben (Ope­ra­tio­nal Expen­ses, Opex) und die Unter­maue­rung von IT-Ser­vice-Level-Ver­ein­ba­run­gen. Ver­ste­hen Sie Data Pro­tec­tion nicht nur als Schutz, son­dern als ein Kon­ti­nu­um sich ergän­zen­der Akti­vi­tä­ten zur Erhal­tung und Ver­füg­bar­keit der IT-Dienst­leis­tun­gen Ihres Unter­neh­mens.

Zusätzliche Überlegungen

Ange­sichts der fort­schrei­ten­den Ver­brei­tung von Vir­tua­li­sie­rung und Pri­va­te Cloud-Archi­tek­tu­ren, dem Wachs­tum von unstruk­tu­rier­ten Daten, ver­schärf­ten Com­pli­an­ce-Vor­schrif­ten und aggres­si­ven SLAs wird der Schutz Ihrer Daten auf abseh­ba­re Zeit eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen blei­ben.

Neben grund­le­gen­den Über­le­gun­gen erge­ben sich für die Ver­wal­tung stark ver­teil­ter Daten­land­schaf­ten auch neue Her­aus­for­de­run­gen wie per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten und die DSGVO.

Mehr Data Protection mit einem vertrauenswürdigen Ökosystem

Wenn es um Ihre Unter­neh­mens­da­ten geht, soll­ten Sie auf jeden Fall mit einem ver­trau­ens­wür­di­gen Bera­ter und Öko­sys­tem arbei­ten. So stel­len Sie sicher, dass Sie eine unab­hän­gi­ge Bera­tung über die für Sie rich­ti­ge digi­ta­le Stra­te­gie erhalten.

Mit mehr als 50 Jah­ren Erfah­rung auf die­sem Gebiet unter­stüt­zen wir Sie ger­ne bei der Ent­wick­lung von Lösun­gen, die per­fekt auf Ihre spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen zuge­schnit­ten sind. Unse­re stra­te­gi­schen Alli­an­zen und koope­ra­ti­ven Ent­wick­lungs­pro­jek­te mit füh­ren­den Her­stel­lern stel­len sicher, dass Ihnen nur die aller­bes­ten Lösun­gen zur Ver­fü­gung ste­hen. So kön­nen Sie Ihren Geschäfts­er­folg stei­gern, Ihren Unter­neh­mens­wert schüt­zen und Geschäfts­wert aus Ihren Daten ziehen.

Nach­dem ich nun eini­ge Grund­la­ge für eine robus­te Stra­te­gie im Bereich Data Pro­tec­tion skiz­ziert habe, mache ich mich mal auf die Suche nach mei­ner Bril­le. Irgend­wo muss ich sie ja hin­ge­legt haben …

Weitere Informationen

Las­sen Sie uns Ihre Data-Dri­ven Trans­for­ma­ti­on Stra­te­gie mit­ge­stal­ten: Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf unse­rer Web­sei­te.

Das Fuji­tsu Co-crea­ting Pro­gram unter­stützt Sie mit der Kraft der Zusam­men­ar­beit dabei, Ihre eige­ne digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on mit inno­va­ti­ven Ideen zu ver­wirk­li­chen. Das Co-crea­ting Pro­gram wur­de auf der Grund­la­ge jahr­zehn­te­lan­ger Erfah­rung in Japan und vie­len ande­ren Län­dern der Welt ent­wi­ckelt. Es basiert auf der Zusam­men­ar­beit mit Kun­den, dem Aus­tausch von Per­spek­ti­ven, Ideen und Infor­ma­tio­nen in hoch­kon­zen­trier­ter und inno­va­ti­ver Art und Wei­se. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Digi­tal Trans­for­ma­ti­on Cen­ter fin­den Sie hier.

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Tele­fon: 00800 372 100 00*
E‑Mail: CIC@ts.fujitsu.com

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