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Das Leben der Menschen durch digitale Transformation sinnvoll verbessern

Das Leben der Menschen durch digitale Transformation sinnvoll verbessern
Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Wäh­rend vie­le Argu­men­te in die­sem Jahr für die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on (DX) spre­chen, wird immer noch dar­über dis­ku­tiert, was die­se wirk­lich bedeutet.

DX steht in der Regel für die Digi­ta­li­sie­rung geschäft­li­cher Pro­zes­se. Bei einer Trans­for­ma­ti­on kon­zen­trie­ren sich Unter­neh­men auf die Imple­men­tie­rung neu­er Tech­no­lo­gien oder Pro­zes­se zur Opti­mie­rung, ver­ges­sen jedoch oft dabei, den Men­schen in den Mit­tel­punkt zu stellen.

Des­halb ver­wen­de ich ger­ne den Begriff „sinn­vol­le digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on” – mit dem Fokus auf den Men­schen. Sinn­vol­le digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on bedeu­tet, die Funk­ti­ons­wei­se der Welt um uns her­um so zu opti­mie­ren, dass der oder die Ein­zel­ne den größ­ten Nut­zen dar­aus zie­hen kann.

Was bedeutet sinnvolle digitale Transformation?

Fol­gen­de Fra­gen soll­ten sich Füh­rungs­kräf­te bei der Gestal­tung der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on stellen:

  • Wie kön­nen Mitarbeiter*innen die Zeit, die durch Auto­ma­ti­sie­rung frei­ge­setzt wird, am bes­ten nutzen?
  • Wie wer­den KI und Ana­ly­tik dazu bei­tra­gen, das Enga­ge­ment unse­rer Mitarbeiter*innen zu ver­bes­sern und ihnen den Arbeits­all­tag zu erleichtern?

Es kommt dar­auf an, die Unter­schie­de zu ver­ste­hen, die DX auf per­sön­li­cher Ebe­ne und für das All­ge­mein­wohl machen wird. Und das passt zu unse­rem über­ge­ord­ne­ten Ziel bei Fuji­tsu: die posi­ti­ve Trans­for­ma­ti­on der Welt durch unter­neh­me­ri­sche Nach­hal­tig­keit zu unterstützen.

Daher wer­de ich in die­sem Bei­trag auf­zei­gen, was die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on sinn­voll macht, wie Sie die­se in Ihrem Unter­neh­men vor­an­trei­ben kön­nen und wel­che Vor­tei­le die­se Stra­te­gie sowohl kurz- als auch lang­fris­tig mit sich bringt.

Erfah­ren Sie, wie Fuji­tsu Sie bei der Umset­zung einer sinn­vol­len Trans­for­ma­ti­on unter­stüt­zen kann. Besu­chen Sie unse­re Work Life Shift Web­site hier.

Wenn das Leben Dir Zitronen gibt

Vor etwas mehr als ein­ein­halb Jah­ren war das Rei­sen für mich Nor­ma­li­tät. Ich traf mich regel­mä­ßig mit Kolleg*innen aus aller Welt, in unse­rer Fir­men­zen­tra­le oder bei Besu­chen von Nie­der­las­sun­gen in ande­ren Län­dern, und gele­gent­lich habe ich auch von zu Hau­se aus gearbeitet.

In den letz­ten 15 Mona­ten ist mein Kof­fer im Schrank geblie­ben und ich war nur 3 Mal in einem Büro.  Das waren gro­ße Ver­än­de­run­gen – und es ging nicht nur mir so.

Bei Fuji­tsu haben wir inner­halb von 10 Tagen für 95 Pro­zent der Mitarbeiter*innen die Arbeit aus dem Home­of­fice ermög­licht. Nun pas­sen wir uns an neue Arbeits­wei­sen an, indem wir zum Bei­spiel unse­re Per­so­nal­ein­satz­pla­nung über­den­ken und opti­mie­ren. Damit berück­sich­ti­gen wir auch neue Tages­ab­läu­fe, die sich z. B. durch ver­än­der­te Abhol­rou­ti­nen von Eltern ergeben.

Und wie für alle ande­ren war es auch für mich unglaub­lich hart, Freun­de und Fami­lie nicht „live” sehen zu kön­nen, aber die Tech­no­lo­gie hat es uns ermög­licht, wei­ter zu arbeiten.

Inter­es­san­ter­wei­se hat sich das Enga­ge­ment unse­rer Mitarbeiter*innen bei Fuji­tsu in die­sem Zeit­raum deut­lich erhöht. Und die­se Ein­stel­lung hat sich auch auf unse­re Kund*innen über­tra­gen, die gesagt haben, dass unser ent­ge­gen­kom­men­der Ansatz es ihnen leich­ter gemacht hat, ihr Unter­neh­men mensch­li­cher zu gestalten.

Mehr Menschlichkeit

Wenn ich an „DX” aus mei­ner Per­spek­ti­ve her­aus den­ke, geht es vor allem um die Mensch­lich­keit und Anteil­nah­me.

Kürz­lich frag­te ich mich: „Wie oft habe ich im letz­ten Jahr ande­ren Men­schen in die Augen geschaut?” Und ich mei­ne wirk­lich geschaut, um zu ver­ste­hen, was in ihnen vor­geht. Vor 15 Mona­ten hät­te ich noch „täg­lich” gesagt, ohne groß dar­über nach­zu­den­ken. Nun wür­de man eine kom­plett ande­re Ant­wort erwar­ten, aber: Ein­ein­halb Jah­re nach dem Beginn der Pan­de­mie fällt die Ant­wort beim Arbeits­le­ben im Home­of­fice über­ra­schen­der­wei­se sogar posi­tiv anders aus: „nicht nur täg­lich, son­dern jede Stun­de und meis­tens jede Minu­te in jeder Stun­de”.

Die Umstel­lung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tools unse­res Unter­neh­mens von Audio auf Video hat den Fokus auf Gesich­ter und Mimik gerich­tet – und wirk­lich gehol­fen, mehr zu ver­ste­hen, was sich auf der per­sön­li­chen Ebe­ne des „vir­tu­el­len” Gegen­übers abspielt. Wir kön­nen uns an guten Tagen aus­tau­schen und gemein­sam lachen, aber uns an schwie­ri­gen Tagen auch gegen­sei­tig unterstützen.

Den Fokus für Kommunikation neu setzen

Daher müs­sen wir auf Unter­neh­mens­ebe­ne die  DX-Erfah­rung der Mitarbeiter*innen über­den­ken und das sowohl in Bezug dar­auf ver­ste­hen, wie ein Unter­neh­men Abläu­fe für eine ver­bes­ser­te Effek­ti­vi­tät ratio­na­li­siert, als auch auf die Mög­lich­keit, posi­ti­ve Erleb­nis­se durch per­sön­li­che Ver­bin­dun­gen zu maximieren.

Die­se per­sön­li­che Ver­bin­dung und das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis sind ent­schei­dend dafür, dass die Unter­neh­mens­kul­tur vom Büro ins Home­of­fice über­geht und die Kul­tur tat­säch­lich stärkt. DX ermög­licht ein brei­tes Spek­trum an Erfah­run­gen, daher füh­len sich Men­schen woh­ler, wenn sie ihre Per­sön­lich­keit bei der Arbeit zei­gen können.

Wenn Mitarbeiter*innen ihren idea­len Arbeits­stil tei­len und Unter­neh­men Work Life Shift als Chan­ce begrei­fen, arbei­ten sie pro­duk­ti­ver – wobei die Mitarbeiter*innen den Wan­del selbst gestalten.

Gene­rell kann DX damit auch vie­le Bar­rie­ren für mehr Viel­falt und Inklu­si­on am Arbeits­platz abbau­en, denn es macht Unter­neh­men offe­ner für Men­schen mit unter­schied­li­chen Hin­ter­grün­den und Lebens­si­tua­tio­nen. DX geht jedoch über die sinn­vol­len Aus­wir­kun­gen auf die Mit­ar­bei­ter­er­fah­rung hin­aus. Es schafft auch die Mög­lich­keit, gesell­schaft­li­che Ver­än­de­rung authen­tisch vor­an­zu­trei­ben und durch die Mitarbeiter*innen selbst in ihre loka­len Com­mu­nities zu tragen.

Gesellschaftliche Auswirkungen

Die Fähig­keit, Wer­te und per­sön­li­che Zie­le von Men­schen zum Woh­le der Gesell­schaft zu ver­bin­den, wur­de bei Fuji­tsu noch weiterentwickelt.

Wir haben kürz­lich vir­tu­el­le Com­mu­nities ein­ge­rich­tet, in denen Men­schen sich über die SDGs – die Nach­hal­tig­keits­zie­le der UN – aus­tau­schen kön­nen. Die SDGs sind 17 glo­ba­le Zie­le, die eine bes­se­re und nach­hal­ti­ge­re Zukunft für alle Men­schen ermög­li­chen sol­len. Sie adres­sie­ren die glo­ba­len Her­aus­for­de­run­gen, mit denen wir kon­fron­tiert sind, wie Armut, Ungleich­heit, Kli­ma­wan­del, Umwelt­zer­stö­rung, Frie­den und Gerech­tig­keit sowie vie­les mehr. Die SDGs rich­ten sich auf das Jahr 2030 und bil­den einen Rah­men für die Zivil­ge­sell­schaft, Regie­run­gen und Unter­neh­men, um die­se schwie­ri­gen Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam zu meistern.

Die Mitarbeiter*innen ent­schei­den, ob sie teil­neh­men möch­ten und wäh­len aus, wel­che Com­mu­ni­ty für sie in Fra­ge kommt. Als Teil die­ser Com­mu­ni­ty haben sie die Mög­lich­keit, sich mit gleich­ge­sinn­ten Kolleg*innen zu ver­bin­den, aus­zu­tau­schen, zu dis­ku­tie­ren und Akti­vi­tä­ten abzu­stim­men. Ich glau­be zum Bei­spiel an „Hoch­wer­ti­ge Bil­dung” für alle, „Weni­ger Ungleich­hei­ten” (die Besei­ti­gung von Ungleich­hei­ten) und die Bedeu­tung von Gesund­heit und Wohl­erge­hen; drei glo­ba­le Com­mu­nities, denen ich jetzt angehöre.

Die­se Com­mu­nities ermög­li­chen es, über die all­täg­li­chen Rol­len im Beruf hin­aus­zu­ge­hen, um per­sön­lich an einer weit­rei­chen­den Ver­än­de­rung mit­zu­wir­ken. Die DX-Tech­no­lo­gie hat die Vor­aus­set­zun­gen dafür geschaf­fen, dass die­se glo­ba­len Com­mu­nities inner­halb weni­ger Tage und Wochen ent­ste­hen konnten.

Dies war nicht nur für die lang­jäh­ri­gen Mitarbeiter*innen von unschätz­ba­rem Wert, son­dern auch für neue Mitarbeiter*innen, die in den letz­ten 15 Mona­ten viel­leicht noch nie das Büro betre­ten oder ihre Kolleg*innen ken­nen­ge­lernt haben (was frü­her wahr­schein­lich so gut wie undenk­bar gewe­sen wäre). Indem sie die­sen Grup­pen bei­tre­ten, kön­nen Mitarbeiter*innen Bezie­hun­gen auf­bau­en, ver­ste­hen, wie sie in ihrer Rol­le effek­tiv sein kön­nen, die Wer­te des Unter­neh­mens erle­ben und sich sowohl in ihren Rol­len als auch in der Gesell­schaft ein­brin­gen – was jeg­li­che Beden­ken über den „Ver­lust der Unter­neh­mens­kul­tur” durch das Home­of­fice ver­ges­sen macht.

Rasante digitale Entwicklung

Eine sinn­vol­le digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on, ins­be­son­de­re wäh­rend einer Pan­de­mie, ist sowohl ein Top-Down- als auch ein Bot­tom-Up-Pro­zess.

Ein Top-Down-Ansatz ist erfor­der­lich, um wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen auf der Makro­ebe­ne schnell zu tref­fen. Dazu gehö­ren Ent­schei­dun­gen über die wich­tigs­ten Partner*innen, Ihr aktu­el­les Port­fo­lio, Grund­sät­ze Ihres Unter­neh­mens und die idea­le Arbeits­um­ge­bung. Die­se müs­sen auf höchs­ter Ebe­ne getrof­fen werden.

DX muss aber auch von unten nach oben funk­tio­nie­ren, und dazu gehört vor allem, den Rich­ti­gen zuzu­hö­ren, sei­en es Ihre Mitarbeiter*innen, Partner*innen, Lieferant*innen, Analyst*innen oder auch die Gesell­schaft. Es soll­ten die Men­schen invol­viert sein, die die jewei­li­gen Her­aus­for­de­run­gen aus eige­ner Erfah­rung ken­nen. Denn sie haben Ideen, die die Ent­schei­dun­gen an der Spit­ze beein­flus­sen und mit­ge­stal­ten sollten.

Mit die­sen bei­den Ansät­zen wird es mög­lich, Ihre digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on in eine rasan­te digi­ta­le Ent­wick­lung umzu­wan­deln – und zu über­le­gen, was Sie tag­täg­lich ändern kön­nen, um posi­ti­ve Ver­än­de­rung anzustoßen.

Ich glau­be, dass Füh­rungs­kräf­te und Unter­neh­men in Zukunft auch danach beur­teilt wer­den, wie sie sich in den Jah­ren 2020 und 2021 ver­hal­ten haben. Die­je­ni­gen, die mit hohen ethi­schen Stan­dards arbei­ten und die Ver­bin­dung zu den Men­schen schät­zen, wer­den die­se unsi­che­ren Zei­ten über­ste­hen, weil sie die­je­ni­gen sind, mit denen die Men­schen zusam­men­ar­bei­ten möchten.

Und das ist eine Trans­for­ma­ti­on, die wirk­lich sinn­voll ist.

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