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Fujitsu Forum 2013: Erfahren Sie, wie Pulsmessung per Handy-Kamera funktioniert

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Unsere Kollegen von den Fujitsu Laburatories in Japan entwickelten eine Technologie, die eine Echtzeit-Pulsmessung nur mittels Aufnahmen der Smartphone- oder PC-Webcam erlaubt. Es genügt dabei, die Kamera für einige Sekunden auf das Gesicht der Person zu richten. Möglich wird das, weil sich die Helligkeit der Haut durch die Durchblutung leicht ändert. Das soll nicht nur eine wirklich regelmäßige Pulsmessung für Gesundheitsanwendungen leicht machen, sondern könnte auch für Anwendungen im Sicherheitsbereich interessant sein.

Verräterisches Grün

Die Technologie macht sich zunutze, dass das Hämoglobin im Blut grünes Licht absorbiert und sich die Helligkeit der Haut mit dem Puls leicht verändert. Die Kamera dient dabei dazu, ein kurzes Video des Gesichts aufzunehmen und eben dieses zu beobachten. Die Software der Lösung berechnet daraus für einen bestimmten Bereich des Gesichts für jedes Einzelbild RGB-Farbwerte, die sie zunächst um Gemeinsamkeiten bereinigt. Für die grüne Komponente des Lichts ergibt sich dabei eine Helligkeitskurve, aus der die Lösung dann den eigentlichen Puls ermitteln kann. Eine Pulsmessung kann so in nur fünf Sekunden erfolgen.

Damit die Messungen auch wirklich genau sind, verwirft das System Kameraaufnahmen, in denen sich der Nutzer zu stark oder falsch bewegt, beispielsweise, wenn die Person den Kopf zur Seite dreht oder während einer Präsentation plötzlich aufsteht. Von diesen nötigen Korrekturen abgesehen ist die Technologie dazu geeignet, um den Puls eines Users praktisch rund um die Uhr zu überwachen – vor allem, wenn dazu verschiedene Kameras genutzt werden. Eine Spiegel-Kamera könnte beispielsweise den Puls in der Früh ermitteln, das Smartphone beim Surfen oder Ablesen von E-Mails unterwegs und die Webcam im PC während des Arbeitstags.

Gesund oder verdächtig

Das offensichtlichste Anwendungsgebiet der Technologie ist der Gesundheitsbereich, speziell Health Monitoring. Denn Nutzer könnten ihren Puls relativ einfach und ohne spezielle Geräte mit der nötigen Regelmäßigkeit messen. Doch die Fujitsu Laboratories orten Potenzial auch in anderen Bereichen wie insbesondere der Sicherheitstechnologie. Konkret könnten Messgeräte an den Zugängen von Event-Locations oder als Teil der Sicherheitsvorkehrungen in Flughäfen verräterische Pulsfrequenzen erkennen, die auf eine Erkrankung oder verdächtiges Verhalten hindeuten.

Diese Technologie stellen wir auf dem Fujitsu Forum vor.

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