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Fujitsu Forum 2016: Künstliche Intelligenz lässt sich nicht an Robotern festmachen – Keynote Dr. Joseph Reger

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Hal­ten Sie einen Moment inne und schau­en Sie sich in unse­rer Welt ein­mal um. Wir fah­ren mit Autos, die selb­stän­dig ein­par­ken kön­nen. Ganz allein und wie von Geis­ter­hand ran­giert das Fahr­zeug auch in die engs­te Park­lü­cke. Digi­ta­le Sys­te­me steu­ern die Abläu­fe in Fabri­ken. Auch auf dem Fuji­tsu Forum 2016 wie­sen uns klei­ne Robo­ter den Weg. Siri kann uns sagen, ob es mor­gen reg­net. All das gehört bereits zu einer Dis­zi­plin, die vie­le noch mehr in der Zukunft als in der Rea­li­tät sehen. Dabei tritt künst­li­che Intel­li­genz (AI) im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung mit aller Macht aus ihrem Schat­ten­da­sein her­aus. In sei­ner Key­note „Arti­fi­cial Intel­li­gence” greift Dr. Joseph Reger, Chief Tech­no­lo­gy Offi­cer, Fuji­tsu Fel­low, EMEIA, ein span­nen­des The­ma auf, wel­ches mit dem Inter­net der Din­ge rasant an Tem­po zulegt.

Künstliche Intelligenz basiert auf den Mustern realer Intelligenz

20161117-102011-fujitsuforumDen­ken wir an künst­li­che Intel­li­genz, sehen wir vor unse­rem geis­ti­gen Auge viel­leicht Robo­ter, die Haus­halts­ar­bei­ten erle­di­gen. Oder am Fließ­band ste­hen. Mit men­schen­ähn­li­chen Maschi­nen hat AI jedoch nicht viel gemein­sam und ohne­hin gehö­ren die tech­no­lo­gi­schen Geschöp­fe unse­rer Fan­ta­sie eher auf die Lein­wand. Künst­li­che Intel­li­genz umgibt uns jeden Tag und sie steckt dort, wo wir sie auf den ers­ten Blick viel­leicht nicht ver­mu­ten. AI fin­den wir in bei­na­he allen Lebens­be­rei­chen – jedoch nicht in Form eines dienst­be­flis­se­nen Robo­ters. Eher in Wind­kraft­wer­ken, Autos, Smart­pho­nes und Sys­te­men, die gan­ze Arbeits­pro­zes­se steu­ern. All die­se Sys­te­me „ler­nen” auf der Grund­la­ge des kom­ple­xes­ten Netz­werks über­haupt – dem mensch­li­chen Gehirn.

20161117-102011-fujitsuforum-5Um zu ver­ste­hen, wie künst­li­che Intel­li­genz funk­tio­niert, müs­sen wir zunächst ver­ste­hen, wie der Mensch lernt. In unse­rem Gehirn ste­cken 100 Mil­li­ar­den Neu­ro­nen, die über Syn­ap­sen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Üben wir etwas, erhöht sich die Fre­quenz der Impul­se an den Syn­ap­sen und ein Mus­ter ent­steht. Mit der so genann­ten Lang­zeit­po­ten­zie­rung (LTP) prä­gen wir uns Din­ge ein. Als ent­schei­dend für den Erfolg stellt Dr. Joseph Reger die Inten­si­tät, den Zeit­punkt sowie die Anzahl der Impul­se in den Vor­der­grund. Ein Phä­no­men, was wir selbst an uns jeden Tag beob­ach­ten kön­nen. Je stär­ker der Impuls, des­to eher mer­ken wir uns etwas, wenn wir fit genug zum Ler­nen sind. Ähn­lich wie das mensch­li­che Gehirn funk­tio­nie­ren auch „Sim­pli­fied (Arf­ti­fi­cial) Neural Networks”.

Das Internet der Dinge lässt das Potenzial von AI explodieren

20161117-102011-fujitsuforum-6Sie fol­gen einem Algo­rith­mus, der dem Über­tra­gungs­weg der Neu­ro­nen ähnelt und arbei­ten mit Wahr­schein­lich­kei­ten. Gehen wir noch einen Schritt wei­ter, sto­ßen wir auf das „Con­vo­lu­tio­nal Neural Net­work (CNN)”. Was kom­pli­ziert klingt, erle­ben wir jeden Tag. CNNs ver­wan­deln gespro­che­ne Spra­che in Text, erken­nen Gesich­ter und die wohl popu­lärs­te Form eines CNN-Netz­wer­kes steckt in Siri. Wie Dr. Joseph Reger betont, künst­li­che Intel­li­genz umgibt uns jeden Tag. Neh­men wir ein ein­fa­ches Park­haus. Wir fah­ren hin­ein und bereits in der Ein­fahrt ver­rät uns das Sys­tem, ob wir noch einen Park­platz bekom­men. Selbst ein­par­ken müs­sen wir mit moder­nen Autos nicht, das über­nimmt ein tech­ni­scher Assis­tent für uns. Auf dem Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen parkt „Ray” voll­au­to­ma­tisch Ihren Wagen. „Ray”, der Parkro­bo­ter, bekommt mehr Autos auf die Park­flä­che als ein Mensch es je könnte.

20161117-102011-fujitsuforum-3Den­noch lässt sich AI nicht an Robo­tern fest­ma­chen. Unse­re zuneh­mend digi­ta­le Welt basiert in vie­len Fäl­len auf Sen­so­ren. Sie regis­trie­ren jedes ein­par­ken­de Auto und auch Kozo Ots­uka, Fuji­tsu Dis­tin­guis­hed Engi­neer, trägt einen Sen­sor am Hand­ge­lenk, als er auf die Büh­ne kommt. Per­ma­nent über­trägt die­ser Daten via Blue­tooth. So erkennt ein Sys­tem, was Kozo gera­de tut. Es hat gelernt, wel­che Bewe­gungs­mus­ter auf ein Hän­de­schüt­teln oder Win­ken hin­wei­sen. Mit Daten kön­nen wir Sys­te­me trai­nie­ren. Nur so kön­nen Sys­te­me ler­nen. Mit dem Inter­net der Din­ge gene­rie­ren wir jeden Tag mehr Daten als jemals zuvor. Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung besit­zen wir das nöti­ge Rüst­zeug, um AI voll auszuschöpfen.

Eines können wir mit AI nicht tun – sie ignorieren

AI bekommt eine gesell­schaft­li­che Rele­vanz mit stei­gen­der Ten­denz. Stel­len Sie sich ein­mal vor, wir bräuch­ten gar kei­ne Sen­so­ren mehr. Mit der Hil­fe von han­dels­üb­li­chen Kame­ras könn­ten Sys­te­me Daten aus­wer­ten. Zum Bei­spiel im Kata­stro­phen­ma­nage­ment. Sobald ein Sys­tem auf der Basis von Video­fre­quen­zen und Bil­dern gelernt hat, was ein hoher Pegel­stand bedeu­tet, kön­nen wir han­deln. Wir kön­nen künst­li­cher Intel­li­genz kri­tisch gegen­über­ste­hen oder befür­wor­ten. Eines kön­nen wir jedoch nicht: sie ignorieren.

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