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Mit drei Klicks zum Ziel – die digitale Verwaltung der Zukunft im Fokus der Jahreskonferenz

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Wer sei­nen neu­en Per­so­nal­aus­weis im Bür­ger­amt abholt, kommt ab sofort zwangs­läu­fig mit der Digi­ta­li­sie­rung in Kon­takt. Neben einem klei­ne­ren For­mat bie­tet der neue Aus­weis auch eine frei­wil­li­ge Online-Funk­ti­on. Behör­den­gän­ge mit lan­gen War­te- oder Fahr­zei­ten gehö­ren damit der Ver­gan­gen­heit an. Aber nicht nur im Bür­ger­amt, jeden Tag und über­all begeg­nen wir der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Kei­ne Bran­che kann sich davon aus­schlie­ßen – auch die öffent­li­che Ver­wal­tung nicht. Wie digi­tal Behör­den im Jahr 2025 arbei­ten, stand im Mit­tel­punkt der ver­gan­ge­nen Jah­res­kon­fe­renz Digi­ta­le Ver­wal­tung

Den Gang zur Behörde digital erledigen – im besten Fall mit drei Klicks zum Ziel

Die Online-Funk­ti­on des neu­en Per­so­nal­aus­wei­ses geht exakt in die Rich­tung, in die Bund, Län­der und Kom­mu­nen steu­ern. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sol­len zukünf­tig ihre Anlie­gen digi­tal erle­di­gen kön­nen. Hier­bei han­delt es sich durch­aus um ein erreich­ba­res Ziel, erklär­te Klaus Vitt, Staats­se­kre­tär im Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern, in sei­ner Key­note und trat anhand der Flücht­lings­wel­le im letz­ten Jahr direkt den Beweis an. Vie­le zu erfas­sen­de Daten über­roll­ten vie­le Behör­den sowohl auf Bundes‑, Lan­des- und kom­mu­na­ler Ebe­ne. Schnitt­stel­len zwi­schen den ein­zel­nen IT-Anwen­dun­gen aller Betei­lig­ten exis­tier­ten nur zum Teil. Die Daten der ankom­men­den Flücht­lin­ge gab es also in meh­re­ren Fäl­len mehr­fach in ver­schie­de­nen Systemen.

Mit der voll­stän­di­gen Digi­ta­li­sie­rung des Asyl­ver­fah­rens meis­ter­ten Bund, Län­der und Kom­mu­nen unter dem Dach des IT-Pla­nungs­ra­tes gleich meh­re­re Pro­ble­me auf ein­mal. Für Vitt ein Beleg für eine gute und effi­zi­en­te Team­ar­beit. Eben die­se möch­te die öffent­li­che Ver­wal­tung nun nut­zen, um eine moder­ne und bür­ger­freund­li­che Ver­wal­tung zu schaf­fen – ganz ohne Kri­sen­si­tua­ti­on. Mit maxi­mal drei Klicks sol­len Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Zukunft ans Ziel kom­men. Dazu braucht es eine intel­li­gen­te Ver­knüp­fung aller Por­ta­le über alle Ebe­nen. Anwen­der brau­chen ein Unter­neh­mens­kon­to und schluss­end­lich müs­sen sich die Ver­wal­tungs­por­ta­le an der jewei­li­gen Lebens­la­ge des Benut­zers ori­en­tie­ren. Ers­te Pro­jek­te bewäh­ren sich bereits jetzt erfolg­reich in der Pra­xis, vor allem in Bay­ern und Baden-Württemberg.

Cyber-Attacken: auch Hacker lernen dazu

Den­noch liegt bis zur voll­stän­di­gen Digi­ta­li­sie­rung noch ein Stück Weg vor uns. Je wei­ter die Digi­ta­li­sie­rung vor­an­schrei­tet, des­to abhän­gi­ger wer­den wir von funk­tio­nie­ren­den und vor allem siche­ren IT-Sys­te­men. Kon­kret soll sich die IT der Bun­des­ver­wal­tung zukünf­tig auf weni­ge Rechen­zen­tren kon­zen­trie­ren. IT-Beschaf­fung wird gebün­delt und eine „Ein-Pro­dukt-Stra­te­gie” wird ver­folgt. All die­se Maß­nah­men die­nen dem­sel­ben Ziel: einer benut­zer­freund­li­chen digi­ta­len öffent­li­chen Verwaltung.

Immer wenn per­sön­li­che Daten ins Spiel kom­men, zählt neben der Benut­zer­freund­lich­keit vor allem auch die Sicher­heit. Jeden Tag lesen wir von Cyber-Atta­cken und kei­nes­wegs plan­lo­sen digi­ta­len Angrif­fen. Auch Hacker ler­nen dazu. Nur mit einer ein­heit­li­chen und zukunfts­ge­rich­te­ten Cyber-Sicher­heits­po­li­tik las­sen sich die Poten­tia­le der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on nach Vitt voll aus­schöp­fen. Mit der am 9. Novem­ber im Kabi­nett beschlos­se­nen Cyber-Sicher­heits­stra­te­gie für Deutsch­land 2016 ver­folgt die öffent­li­che Hand vor allem zwei Zie­le: Prä­ven­ti­on und Reha­bi­li­ta­ti­on. Um einen hohen Sicher­heits­stan­dard zu gewähr­leis­ten müs­sen Staat, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft Hand in Hand arbei­ten und ihre Stra­te­gien nach außen tra­gen. Eine gute Stra­te­gie allein reicht für Klaus Vitt jedoch nicht.

Die e‑Akte liegt auf unserem Weg – und ein Weg liegt noch vor uns

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Take­shi Naka­ji­ma schil­der­te die Digi­ta­li­sie­rung aus japa­ni­scher Sicht

Die Digi­ta­li­sie­rung steht nicht still. Im Gegen­teil, sie ent­wi­ckelt sich und ver­än­dert unse­re Welt jeden Tag aufs Neue. Wir alle müs­sen mit die­sen Ver­än­de­run­gen umge­hen. Wie sich die Digi­ta­li­sie­rung in Japan dar­stellt, erläu­ter­te Take­shi Naka­ji­ma, CEO, SVP, Head of Government & Public Uti­li­ties, Busi­ness Unit, Fuji­tsu. Detail­liert und facet­ten­reich ging der Refe­rent auf die Her­aus­for­de­run­gen und Lösun­gen im Land der auf­ge­hen­den Son­ne ein. Sein Vor­trag lie­fer­te eines von vie­len High­lights auf der Jah­res­kon­fe­renz Digi­ta­le Ver­wal­tung, die wir als Erfolg ver­bu­chen dür­fen. In einem kön­nen wir uns sicher sein: Auch wenn noch ein Stück Weg vor uns liegt, vie­le Mei­len­stei­ne der Digi­ta­li­sie­rung lie­gen auch bereits schon hin­ter uns.

Mit ande­ren Wor­ten, vie­les haben wir auf dem Weg in eine digi­ta­le öffent­li­che Ver­wal­tung schon geschafft. Die Bun­des­cloud, Stan­dard-Cli­ents für die Bun­des­ver­wal­tung, Work­flow-Sys­te­me und die e‑Akte – all das liegt auf unse­rem Weg. Im bes­ten Fall, beton­te Klaus Vitt, erle­di­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ihr Anlie­gen an die Behör­den in Zukunft digi­tal – mit drei Mausklicks.

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