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Auch Helden brauchen Unterstützung – Soziales Engagement im Channel und Leben mit dem Tod im Kinderhospiz

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

networkHel­den kön­nen uns täg­lich auf der Stra­ße begeg­nen. Oft erken­nen wir sie jedoch nicht, denn sie tra­gen kein beson­de­res Out­fit und besit­zen auch kei­ne Super­kräf­te. Jeden Tag set­zen sich Men­schen für ande­re Men­schen in Not ein und vie­le davon hel­fen ehren­amt­lich. Sozia­les Enga­ge­ment hat vie­le Gesich­ter, es kann aus einer war­men Mahl­zeit, einem Hän­de­druck, einer Spen­de, Zeit oder ein­fach nur aus trös­ten­den Wor­ten bestehen. Unse­re Hel­den enga­gie­ren sich, weil sie hel­fen möch­ten und als Dan­ke erwar­ten sie ein Lächeln oder – gar nichts. Wir nen­nen sie „SEIC-Cham­pions” und dahin­ter ste­cken unse­re Chan­nel-Part­ner, die sich für ein sozia­les Pro­jekt in Deutsch­land einsetzen.

Mit die­ser Serie stel­len wir Ihnen die „SEIC-Cham­pions” und ihre Pro­jek­te vor. SEIC steht für „Sozia­les Enga­ge­ment im Chan­nel” und mit unse­rem SEIC-Pro­gramm rei­chen wir den Hel­fern eine hel­fen­de Hand, denn auch Hel­den brau­chen manch­mal Unter­stüt­zung. Gera­de wenn es um tod­kran­ke Kin­der geht. Das Team des Ambu­lan­ten Kin­der­hos­piz Mün­chen (AKM) stellt jedoch nicht den Tod, son­dern das Leben in den Mit­tel­punkt sei­nes Han­delns. War­um, begrün­det Chris­ti­ne Bron­ner, Grün­de­rin des AKM, in ihrem Fern­seh­in­ter­view mit dem BR und sie sagt etwas sehr Wichtiges:

Kin­der möch­ten Leben, egal, wie krank sie sind

„Helfen” heißt manchmal auch, einfach nur zuhören

Seit dem Jahr 2011 hilft unser Part­ner micros­ta­xx GmbH gemein­sam mit den Betreu­ern des AKM den klei­nen Pati­en­ten „jeden Meter zu leben”, der den Kin­dern noch bleibt. Betrof­fe­ne Fami­li­en füh­ren oft ein Schat­ten­da­sein am Ran­de der Gesell­schaft, von Behör­den und Mit­men­schen unwis­sent­lich im Stich gelas­sen. Das täg­li­che Fami­li­en­le­ben dreht sich um das schwerst­kran­ke Kind und alle Betrof­fe­nen müs­sen ihren All­tag nach einer sol­chen Dia­gno­se neu orga­ni­sie­ren. Alles ver­än­dert sich. Ab die­sem Zeit­punkt greift das AKM mit 27 haupt­amt­li­chen Fach­kräf­ten und rund 150 ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern den über 150 betrof­fe­nen Fami­li­en unter die Arme. „Hil­fe” heißt für die Mit­ar­bei­ter des Hos­piz Vie­les auf ein­mal – orga­ni­sie­ren, beglei­ten, betreu­en, bera­ten und infor­mie­ren. Oft heißt es aber auch ein­fach nur zuhö­ren – über den Tod hinaus.

Chris­ti­ne Bron­ner spricht von einer „trau­ma­ti­schen Kri­se”, die mit einer sol­chen Dia­gno­se ein­her­geht. Wie sich das für Eltern und Geschwis­ter anfühlt, lässt sich mit Wor­ten kaum beschrei­ben. Ob und wie schnell die vom Hos­piz betreu­ten Fami­li­en nach dem Tod wie­der ins Leben zurück­fin­den, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Die meis­ten, sagt Bron­ner, gehen den beschwer­li­chen Weg und schaf­fen es. Mit der Hil­fe des AKM, wel­ches sich zum gro­ßen Teil aus Spen­den finan­ziert. Die­se Spen­den erfül­len Her­zens­wün­sche wie zum Bei­spiel ein Flug in einem rich­ti­gen Flug­zeug. Obwohl die Ange­hö­ri­gen und vor allem die klei­nen Pati­en­ten jeden Tag aufs Neue mit dem Tod umge­hen müs­sen, möch­ten sie lachen, etwas erle­ben und Quatsch machen – wie ande­re Kin­der auch, betont Bron­ner. Sie wol­len leben.

Nichts davon prallt an den Mitarbeitern des Kinderhospiz ab

Genau dar­um geht es dem Team vom Ambu­lan­ten Kin­der­hos­piz Mün­chen. Um jeden Meter Leben. Jeden Tag set­zen sie sich für die klei­nen Pati­en­ten ein und nichts prallt an ihnen ab. Eini­ges neh­men die Mit­ar­bei­ter auch mit nach Hau­se. Woher Chris­ti­ne Bron­ner ihre Kraft für die schwe­re Auf­ga­be nimmt, erklärt sie in ihrem Interview:

Die­se Fami­li­en geben einem so viel Kraft. Und wenn man denen hilft, das gibt so viel Sinn. So viel Gutes und so viel Dank­bar­keit – dass man das rich­tig ger­ne macht.

Ger­ne hilft auch micros­ta­xx und unter­stützt das Kin­der­hos­piz unter ande­rem in der Umset­zung der Kam­pa­gne „Mach das Licht an”. Sie rückt Fami­li­en in den Fokus, die Ver­ständ­nis, Unter­stüt­zung und Respekt ver­die­nen. 40 Pro­zent der vom AKM betreu­ten Fami­li­en haben einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Sie müs­sen zusätz­lich zu der enor­men kör­per­li­chen und psy­chi­schen Belas­tung wei­te­re büro­kra­ti­sche Hür­den über­sprin­gen. Auch dabei hilft das AKM und für die Zukunft haben sich Chris­ti­ne Bron­ner und ihr Team Gro­ßes vor­ge­nom­men. Haus ANNA soll auf dem Kin­der­cam­pus in Schwa­bing ent­ste­hen. Ein Ort zum Leben, eine zen­tra­le Anlauf­stel­le für alle Betrof­fe­nen. Dafür brau­chen die Hel­fer vor allem Eines: Hilfe.

Mit dem Bau möchte das Hospiz vor allem Perspektiven bieten

Noch steht Haus ANNA nicht. Bereits in der ambu­lan­ten Arbeit exis­tiert das AKM zu zwei Drit­teln aus Spen­den und mit dem Bau möch­te das Kin­der­hos­piz vor allem Per­spek­ti­ven bie­ten. Eine zukünf­ti­ge voll­sta­tio­nä­re Betreu­ung wie in einem „Inter­nat” und Tages­grup­pen ste­hen für das Team auf der Agen­da. Ziel­ge­rich­te­te För­de­rung, The­ra­pien und eine Berufs­aus­bil­dung möch­te das AKM mit Haus ANNA für die Betrof­fe­nen ver­wirk­li­chen. All das ver­deut­licht, wor­um es im AKM Mün­chen jeden Tag geht: um jeden Meter Leben.

Auch wir möch­ten uns gern dafür ein­set­zen, indem wir Ihnen die­ses SEIC-Pro­jekt in unse­rer Serie vor­stel­len. Mehr Infor­ma­tio­nen über das Ambu­lan­te Kin­der­hos­piz Mün­chen erhal­ten Sie auch auf unse­rer Inter­net­sei­te (Part­ner Log­in not­wen­dig) oder direkt über das AKM Mün­chen. Details zur Kam­pa­gne „Mach das Licht an” erhal­ten Sie hier. Mit vie­len hel­fen­den muss der Dreh- und Angel­punkt auf dem Kin­der­cam­pus Schwa­bing kein Luft­schloss blei­ben, denn auch im Kin­der­hos­piz steht nicht der Tod im Vordergrund.

Sie möch­ten mehr SEIC-Pro­jek­te ken­nen ler­nen? Kein Pro­blem, hier kom­men alle Bei­trä­ge zum Pro­gramm noch ein­mal im Überblick:

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