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Bekommen Sie Ihre Daten auf die Reihe für eine erfolgreiche Digitale Transformation

Bekommen Sie Ihre Daten auf die Reihe für eine erfolgreiche Digitale Transformation
Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Ein Freund von mir war frü­her ein gro­ßer Fan von Com­pu­ter­spie­len. Am liebs­ten waren ihm Stra­te­gie­spie­le. Bis tief in die Nacht hin­ein war er mit dem Auf­bau von Städ­ten oder dem Aus­ba­lan­cie­ren einer digi­ta­len Wirt­schaft beschäf­tigt. Ich fand immer, dass das eine Men­ge lang­wei­li­ger Vor­be­rei­tun­gen bedeu­te­te, ohne dass am Ende wirk­lich Action stand.

Als mein über­mü­de­ter Freund mal wie­der von sei­nem letz­ten Aben­teu­er erzähl­te, berich­te­te er davon, dass in sei­ner digi­ta­len Stadt ein Feu­er aus­ge­bro­chen war. Er erklär­te mir, dass dann schon der Zeit­punkt über­schrit­ten war, um über den Bau von Feu­er­wa­chen oder die Aus­bil­dung von Feu­er­wehr­leu­ten nach­zu­den­ken. Es moch­te einem zufäl­li­gen Beob­ach­ter lang­wei­lig erschei­nen, aber für ihn begann der span­nen­de (und kri­ti­sche!) Teil bereits weit vor­her: Her­aus­zu­fin­den, wie man sei­ne simu­lier­te Welt am Lau­fen hal­ten kann – und gleich­zei­tig immer im Hin­ter­kopf zu haben, was schief­ge­hen könn­te.

Das­sel­be könn­te man auch über Pro­jek­te zur Digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on sagen. Vie­le von ihnen schei­tern aus einem ganz ein­fa­chen Grund: Unter­neh­men haben ihre Daten nicht im Griff. Die­ses Pro­blem wird auch nicht ein­fach ver­schwin­den. Viel­mehr wer­den das Aus­maß und die Kom­ple­xi­tät die­ser Her­aus­for­de­rung wei­ter stei­gen. Denn schon jetzt sind die Daten­sät­ze rie­sig und wach­sen – und wir ste­hen noch vor der Aus­brei­tung von 5G-Net­zen, die das Daten­vo­lu­men wei­ter erhö­hen.

Zwar behaup­ten die über­schwäng­li­chen Ana­lo­gien, die­se Daten sei­en „die wert­volls­te Res­sour­ce der Welt” für die heu­ti­gen digi­ta­len Unter­neh­men. Oder man spricht vom Wett­lauf um die Samm­lung und Ana­ly­se von Daten als dem „neu­en Gold­rausch”. Doch die har­te Wahr­heit ist, dass Unter­neh­mens­da­ten nur dann wert­voll sind, wenn sie effek­tiv genutzt wer­den kön­nen. Denn nur so hel­fen Sie dabei, Geschäfts­pro­ble­me zu lösen und Ant­wor­ten auf wich­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen zu lie­fern.

Lei­der wis­sen vie­le Fir­men gar nicht, über wel­che Daten sie ver­fü­gen – und noch weni­ger, wie viel die­se wert sind. Die unbe­que­me Wahr­heit ist: Vie­le Pro­jek­te der Digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on schei­tern dar­an, dass die Unter­neh­men nicht genü­gend Zeit dar­auf ver­wen­den, den Umgang mit ihren wich­tigs­ten Mit­teln zu erler­nen – den Daten. Es ist immens wich­tig, die rich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zu iden­ti­fi­zie­ren und effek­tiv zu nut­zen. Die poten­ti­el­len Kos­ten des Schei­terns neh­men in dem Maße zu, in dem die Ver­ant­wort­li­chen auf Num­mer sicher gehen wol­len. Laut For­res­ter „wird 2020 für vie­le Unter­neh­men ein Jahr des Auf­wa­chens sein, da die Gesamt­kos­ten für die fal­sche Nut­zung von Daten deut­lich wer­den”.

Des­we­gen ist ein mehr­pha­si­ger Daten-Ermitt­lungs­pro­zess ein Schlüs­sel­ele­ment in unse­rer Stra­te­gie für erfolg­rei­che Trans­for­ma­ti­ons­pro­jek­te. Mit die­sem stel­len wir sicher, dass unse­re Kun­den ihre Daten „auf die Rei­he” bekom­men, bevor sie in die Trans­for­ma­ti­on star­ten. Der Bera­tungs­pro­zess beginnt dabei immer mit einer Ver­ein­ba­rung über den Umfang des Pro­jekts. Die­se führt dann zwangs­läu­fig zur Erstel­lung einer „Wunsch­lis­te” der benö­tig­ten Daten. Unter­neh­men, die die­sen Schritt über­sprin­gen wol­len, tun das auf eige­ne Gefahr.

Die Do’s und Don’ts der Datenermittlung

Spiel-Zwi­schen­stand gespei­chert. Jetzt ist es an der Zeit für den nächs­ten Schritt: Wir müs­sen ver­ste­hen, wel­che Daten einem Unter­neh­men zur Ver­fü­gung ste­hen. Das klingt ein­fach, kann aber tat­säch­lich sehr schwie­rig sein. Vie­le unter­schät­zen den Umfang, die Kom­ple­xi­tät oder die Bedeu­tung die­ser Pha­se und ris­kie­ren damit das gesam­te Pro­jekt.

Bei der Ermitt­lung von Daten geht es dar­um zu ver­ste­hen, wo sich die für jedes spe­zi­fi­sche Trans­for­ma­ti­ons­ziel benö­tig­ten Infor­ma­tio­nen befin­den. Unser Tipp: Sei­en Sie ein­falls­reich, wenn Sie an die mög­li­chen Spei­cher­or­te den­ken. Wer­fen Sie zum Bei­spiel einen Blick in die Sta­tis­ti­ken Ihrer Web­sei­te? Haben Sie jemals Ihre Back­up-Daten über­prüft, um nach Trends zu suchen? Las­sen Sie kei­nen Stein auf dem ande­ren. Über­prü­fen Sie vir­tu­el­le Umge­bun­gen und alle öffent­li­chen oder pri­va­ten Clouds, die Ihre Orga­ni­sa­ti­on ver­wen­det. Tau­chen Sie in die Mails ein, die Ihre Ser­vice­ab­tei­lung von Kun­den erhal­ten hat. Sehen Sie sich die Lie­fer­da­ten der Kun­den an. Wer­ten Sie die Sen­sor­da­ten der von Ihnen zuge­stell­ten Maschi­nen aus. Sehen Sie sich an, wie lan­ge Kun­den in der Lei­tung war­ten muss­ten, bis ihr Anruf ent­ge­gen genom­men wur­de.

Es kann sein, dass die gesuch­ten Daten auf ver­schie­de­ne Anwen­dun­gen ver­teilt sind. Auch kann es meh­re­re Kopien in einer Viel­zahl von Back­ups geben, oft­mals mit ver­schie­de­nen Ver­sio­nen und Dupli­ka­ten. Für eine wirk­lich erfolg­rei­che Durch­füh­rung die­ses Pro­zes­ses bedarf es Werk­zeu­ge zur Bewer­tung der Daten.

Für Pro­jek­te in Indus­trie­un­ter­neh­men kom­men auch IoT-Daten ins Spiel, zum Bei­spiel Leis­tungs­da­ten von Fer­ti­gungs­ma­schi­nen oder ‑pro­zes­sen. Für die­se braucht es aller­dings ein „Power-Up“, um in der Ter­mi­no­lo­gie der Com­pu­ter­spie­le zu blei­ben. Sie müs­sen zunächst über­setzt wer­den, um auch außer­halb der OT-Umge­bung (Ope­ra­tio­nal Tech­no­lo­gy) ver­ständ­lich und nutz­bar zu sein. Wir ver­wen­den dazu die Fuji­tsu INTELLIEDGE-App­li­an­ce und das Gate­way-Sys­tem von Fuji­tsu. Es ist robust genug, um auch an Nicht-IT-Stand­or­ten zum Ein­satz zu kom­men. Dort ren­dert es die OT-Daten für die wei­te­re Nut­zung und ver­fügt dabei über genü­gend Ein­gangs­ports, um nati­ve Daten aus meh­re­ren Quel­len zu sam­meln.

Klassifikation, Klassifikation, Klassifikation

Sobald wir die­sen grund­le­gen­den Pro­zess abge­schlos­sen haben, brin­gen wir die ver­füg­ba­ren Daten mit den gewünsch­ten Geschäfts­er­geb­nis­sen zusam­men und klas­si­fi­zie­ren sie ent­spre­chend. Unter­neh­mens­da­ten sind heut­zu­ta­ge meist umfang­reich und kom­plex, des­we­gen soll­te der zu Grun­de lie­gen­de Pro­zess nicht manu­ell sein. Selbst wenn sie den Weg bis dahin allei­ne gegan­gen sind: Für die Ein­rich­tung und Aus­füh­rung einer Auto­ma­ti­sie­rung set­zen die meis­ten Unter­neh­men dann auf den fach­li­chen Rat eines Exper­ten.

Wir begin­nen bei unse­ren Kun­den damit, zu ermit­teln, wel­che Daten wich­tig und wel­che zusätz­li­chen Infor­ma­tio­nen womög­lich erfor­der­lich sind. Dabei steht immer alles im Kon­text der über­ge­ord­ne­ten Pro­jekt­zie­le. Es ist ein wenig wie bei einem die­ser Com­pu­ter­spie­le, in denen man alle Ele­men­te – die über eine Kar­te ver­streut sind – sam­meln muss, bevor man das nächs­te Level frei­schal­ten kann.

Die Beschrei­bung der benö­tig­ten Infor­ma­tio­nen wird dann in Ermitt­lungs-Poli­ces umge­wan­delt, die intel­li­gen­ten Werk­zeu­gen zur Iden­ti­fi­zie­rung und Klas­si­fi­zie­rung als Basis die­nen. Die Daten wer­den gescannt und Meta­da­ten gesam­melt – es ent­steht eine Art 3D-Über­blick über die bestehen­de Daten­la­ge.

Zu die­sem Zweck imple­men­tie­ren wir zusätz­li­che, hoch­ent­wi­ckel­te Soft­ware-Bewer­tungs­in­stru­men­te. Die­se sam­meln die Meta­da­ten aller rele­van­ten struk­tu­rier­ten und unstruk­tu­rier­ten Daten. Sie iden­ti­fi­zie­ren außer­dem Quel­len, Eigen­tums­ver­hält­nis­se, Beschrei­bun­gen und Abhän­gig­kei­ten. Ja, die Klas­si­fi­zie­rung geht auch hier wei­ter. Die leis­tungs­fä­hi­gen Werk­zeu­ge kön­nen sogar eine stark ver­teil­te, kom­ple­xe hybri­de IT-Infra­struk­tur auto­ma­tisch unter­su­chen.

Die Meta­da­ten wer­den mit Hil­fe von Fil­tern, Such­be­grif­fen und Tags auto­ma­tisch klas­si­fi­ziert (ja,  sor­ry). Wir erstel­len eben­falls detail­lier­te Berich­te, die visua­li­sie­ren, wo sich die ver­schie­de­nen Arten der gesuch­ten Daten befin­den. Als Teil des Bera­tungs- und Explo­ra­ti­ons­pro­zes­ses set­zen wir die­je­ni­gen Tools ein, die uns bei die­ser Auf­ga­be am bes­ten unter­stüt­zen. Das ist zum Bei­spiel die APTARE IT Ana­ly­tics-Platt­form unse­res stra­te­gi­schen Part­ners Veri­tas. Nach der Fer­tig­stel­lung sind dann alle rele­van­ten Daten­ty­pen und ‑arten im Wesent­li­chen indi­ziert und ein­satz­be­reit.

Langsamer gehen, um schneller zu fahren – oder voranstürmen und sich im Kreis drehen

Es ist ver­lo­ckend, bei die­sen ent­schei­den­den Ermitt­lungs- und Klas­si­fi­zie­rungs­schrit­ten Zeit zu spa­ren. Aber der Ver­such, ein digi­ta­les Trans­for­ma­ti­ons­pro­jekt ohne sie erfolg­reich umzu­set­zen gleicht der Suche nach der Nadel im Heu­hau­fen. Wir emp­feh­len immer, lang­sa­mer anzu­fan­gen, um am Ende ein bes­se­res Ergeb­nis zu erzie­len. Die effek­ti­ve Ermitt­lung und Klas­si­fi­zie­rung von Daten erhöht nicht nur die Erfolgs­chan­cen eines Pro­jek­tes. Es ist dar­über hin­aus für die Erfül­lung einer wach­sen­den Zahl von gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen hilf­reich zu wis­sen, wel­che Daten mit wel­chem Wert an wel­chem Ort gespei­chert sind.

Wir unter­stüt­zen unse­re Kun­den auf jedem Schritt des Weges. Unser One-Stop-Shop-Ansatz formt jeden Pro­zess pas­send zu den indi­vi­du­el­len Kun­den­be­dürf­nis­sen. Wir kom­bi­nie­ren umfas­sen­des Wis­sen zur Sys­tem­in­te­gra­ti­on mit einer Kom­bi­na­ti­on markt­füh­ren­der Tools unse­rer stra­te­gi­schen Part­ner. Das bedeu­tet, dass selbst Unter­neh­men, die ihre Daten oder gar deren Wert nicht ken­nen, eine gute Grund­la­ge für daten­ba­sier­te Erfol­ge schaf­fen kön­nen. So haben sie eine gute Chan­ce, in die Bes­ten­lis­te auf­ge­nom­men zu wer­den – statt immer wie­der Mün­zen für eine neue Run­de ein­wer­fen zu müs­sen.

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