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Fujitsu Forum 2017: Die Zukunft der Industrie 4.0

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Wenn wir Indus­trie 4.0 hören, den­ken wir an High­tech-Fabri­ken, in denen ver­netz­te Maschi­nen für eine schnel­le und rei­bungs­lo­se Pro­duk­ti­on sor­gen. Aber haben Sie eine genaue Vor­stel­lung davon, was mit dem IoT und künst­li­cher Intel­li­genz wirk­lich schon heu­te mög­lich ist oder wohin wir uns mit die­ser Tech­no­lo­gie ent­wi­ckeln? Erset­zen neue Tech­no­lo­gien uns Men­schen viel­leicht nach und nach und wir schau­en den Maschi­nen bald nur noch bei der Arbeit zu? Dr. Rolf Wer­ner, Head of Fuji­tsu Cen­tral Euro­pe, schaff­te in sei­ner Key­note The Future for Indus­try 4.0“ beim Fuji­tsu Forum 2017 Klar­heit und erklär­te, wel­che Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen die Indus­trie 4.0 bie­tet. Wir fas­sen die wich­tigs­ten Erkennt­nis­se aus sei­nem Vor­trag hier für Sie zusammen.

Industrie 4.0: Die 4. Industrielle Revolution

Der Begriff „Indus­trie 4.0” steht für die 4. indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on. Wie die ver­gan­ge­nen indus­tri­el­len Revo­lu­tio­nen läu­tet auch die Indus­trie 4.0 eine neue Ära ein, die das Leben der Men­schen ver­än­dern wird. Ein Blick auf die ver­gan­ge­nen Mei­len­stei­ne tech­no­lo­gi­scher Ent­wick­lung zeigt, wie sehr neue Tech­no­lo­gien unser all­täg­li­ches Leben beein­flus­sen. Wir ste­hen zwar noch am Beginn der 4. indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on, haben uns aber schon an unglaub­lich schnel­le und tief­grei­fen­de Ver­bes­se­run­gen unse­res All­tags gewöhnt. Das Bei­spiel Mode macht deut­lich, dass die­se Ent­wick­lung sich im Zeit­al­ter der Indus­trie 4.0 beschleunigt.

Fujitsu Forum 2017: Industrie 4.0 ist die 4.industrielle RevolutionWann haben Sie sich das letz­te neue Hemd gekauft? Ver­mut­lich ist das noch nicht all­zu lan­ge her. Schö­ne neue Klei­dung zu tra­gen ist für die meis­ten von uns selbst­ver­ständ­lich. Im Barock sah das ganz anders aus. Schö­ne Klei­dung war teu­rer Luxus. Jedes Klei­dungs­stück wur­de auf Maß von Hand gefer­tigt und eine gute Gar­de­ro­be konn­ten sich nur Köni­ge und Ade­li­ge leis­ten. Mit den ers­ten drei indus­tri­el­len Revo­lu­tio­nen änder­te sich das.

Durch die Ent­wick­lung von dampf­be­trie­be­nen Maschi­nen und spä­ter Elek­tri­zi­tät und digi­ta­ler Elek­tro­nik erhöh­te sich die Pro­duk­ti­ons­ra­te von Kon­sum­gü­tern dras­tisch. Klei­dung war zum Mas­sen­pro­dukt gewor­den, dem Indi­vi­dua­li­tät fehl­te, das aber für jeden erschwing­lich war.

Das Zeit­al­ter der Indus­trie 4.0 birgt mit der digi­ta­len Inte­gra­ti­on der Wert­schöp­fungs­ket­te in Lie­fer­ket­ten und Öko­sys­te­me ganz neue Geschäfts­mög­lich­kei­ten. Wol­len wir neue Turn­schu­he haben, suchen wir uns unse­ren Lieb­lings­schuh ein­fach im Online­shop aus, kli­cken unse­re Extra­wün­sche wie Über­grö­ßen oder ein bestimm­tes Design an und sen­den mit einem wei­te­ren Klick die Bestel­lung ab. 48 Stun­den spä­ter erhal­ten wir unse­ren Wunsch­schuh, der genau unse­ren Vor­stel­lun­gen ent­spricht, güns­tig und direkt bis vor unse­re Haus­tür gelie­fert. Genau das macht der Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler Adi­das bereits mit Schu­hen aus dem 3D-Dru­cker. Bald soll die Seri­en­pro­duk­ti­on starten.

Neue Technologien als Herausforderung für Unternehmen

Die Industrie 4.0 ist eine Herausforderung für viele UnternehmenDie­se groß­ar­ti­gen Mög­lich­kei­ten bedeu­ten für Unter­neh­men aber auch die Her­aus­for­de­rung, sich den neu­en Umstän­den anzu­pas­sen. Um wei­ter­hin die Kun­den­wün­sche erfül­len zu kön­nen, müs­sen moder­ne Orga­ni­sa­tio­nen die Chan­cen der Indus­trie 4.0 nut­zen und in ihre Pro­duk­ti­ons­ab­läu­fe inte­grie­ren. Die von Fuji­tsu beauf­trag­te PAC-Stu­die zeig­te, dass die Kun­den­zu­frie­den­heit einer der wich­tigs­ten Digi­ta­li­sie­rungs­trei­ber in der deut­schen Fer­ti­gungs­in­dus­trie ist.

Eine Gefahr sehen vie­le Unter­neh­men aber im mög­li­chen Schei­tern auf­wän­di­ger Digi­ta­li­sie­rungs­be­stre­bun­gen. Und das zu Recht: Ein fehl­ge­schla­ge­nes Pro­jekt kann zwi­schen einer hal­ben und einer Mil­lio­nen Euro kosten.

Um die Lücke zwi­schen Inno­va­ti­ons­be­reit­schaft und Inves­ti­ti­ons­ri­si­ken zu schlie­ßen, stellt Fuji­tsu mit dem Indus­trie 4.0 Com­pe­tence Cen­ter eine Platt­form bereit, auf der wir umfas­sen­de Bera­tun­gen und Fach­wis­sen zur Ver­fü­gung stel­len. Wir betrach­ten die Sicher­heit neu­er Tech­no­lo­gien als eine unse­rer wich­tigs­ten Kern­auf­ga­ben. Die Haupt­ele­men­te der Indus­trie 4.0, also Col­la­bo­ra­ti­ve Engi­nee­ring, IoT und Indus­tri­al Ana­ly­tics machen wir bei­spiels­wei­se durch auto­ma­ti­sier­te Risk-Manage­ment Lösun­gen sicher. Es gehört zu unse­rem Selbst­ver­ständ­nis, dass wir unse­ren Kun­den und Part­nern aus­schließ­lich geprüf­te und abso­lut siche­re Lösun­gen für die Berei­che digi­ta­le Fabrik, künst­li­che Intel­li­genz und Robo­tik lie­fern. Wir sind stolz dar­auf, als tech­ni­scher Lei­ter an der neu­en euro­päi­schen Initia­ti­ve „Pre­dic­ti­ve Secu­ri­ty for IoT Plat­forms and Net­works of Smart Objects“ betei­ligt zu sein.

Neue Formen der Zusammenarbeit

Sicher­heit spielt auch bei intel­li­gen­ten Robo­tern eine gro­ße Rol­le, denn die tech­no­lo­gi­schen Hel­fer wer­den immer wich­ti­ger. Erset­zen sie uns also bald und erle­di­gen unse­re Arbeit für uns? Nein. Denn auch ein intel­li­gen­ter Robo­ter kann nicht spon­tan auf neue Pro­blem­stel­lun­gen reagie­ren und sich eigen­stän­dig krea­ti­ve Lösungs­we­ge aus­den­ken. Künst­li­cher Intel­li­genz feh­len die wich­ti­gen mensch­li­chen Ver­mö­gen zu Intui­ti­on, Krea­ti­vi­tät und Emo­tio­nen.

„Künst­li­che und mensch­li­che Intel­li­genz ergän­zen sich per­fekt, ohne sich gegen­sei­tig zu ersetzen.“
Dr. Rolf Wer­ner, Head of Fuji­tsu Cen­tral Europe

Damit die Zusam­men­ar­beit von Mensch und Maschi­ne ech­ten Mehr­wert lie­fern kann, brau­chen wir neue Arten der Inte­gra­ti­on. Genau da setzt Fuji­t­sus Human Centric Inno­va­ti­on Prin­zip an. Der Mensch bleibt immer unser zen­tra­ler Fokus. Mit unse­rer digi­ta­len Tech­no­lo­gie sor­gen wir dafür, dass Mensch und Maschi­ne opti­mal zusam­men­ar­bei­ten. Die­se Her­aus­for­de­rung gehen wir in Co-crea­ti­on mit unse­ren Part­nern, Kun­den und der Wis­sen­schaft an, um die best­mög­li­chen Ergeb­nis­se für alle zu erzielen.

Wel­che Erfol­ge mit Co-crea­ti­on mög­lich sind, beweist unser Werk in Augs­burg. Durch Co-crea­ti­on mit Wis­sen­schaft­lern und dem Robo­ter­her­stel­ler Kuka schu­fen wir einen per­fekt ange­pass­ten Robo­ter, der unse­re Pro­duk­ti­on noch schnel­ler und effi­zi­en­ter macht. Der Robo­ter unter­stützt die Mit­ar­bei­ter wie ein Pro­duk­ti­ons­as­sis­tent, der sen­si­ble elek­tro­ni­sche Ele­men­te ver­ar­bei­tet. Das ist ein per­fek­tes Bei­spiel für die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit von Mensch und Maschi­ne in der Indus­trie 4.0. Wie vie­le ande­re erfolg­rei­che Pro­jek­te für den digi­ta­len Fort­schritt war die­ser Erfolg nur durch Co-crea­ti­on möglich.

Wir wis­sen jetzt, wo wir ste­hen: Wir befin­den uns am Beginn einer Ent­wick­lung, die uns durch Tech­no­lo­gie unge­ahn­te Mög­lich­kei­ten eröff­net. Wie könn­te die­se Ent­wick­lung kon­kret aus­se­hen? Die Ver­bin­dung von Men­schen, Maschi­nen und Men­schen mit Maschi­nen über das Inter­net und das IoT wird einen wich­ti­gen Stel­len­wert ein­neh­men. Eine der wich­tigs­ten Ent­wick­lun­gen ist das Inter­net of Finan­cial Tran­sac­tions. Erst kürz­lich stieg das Markt­vo­lu­men von Kryp­to­wäh­run­gen auf über 200 Mil­li­ar­den US Dol­lar. Mit die­ser Tech­no­lo­gie sind selbst­stän­di­ge Bezahl­vor­gän­ge zwi­schen Maschi­nen mög­lich. Stel­len Sie sich ein selbst­fah­ren­des Auto vor, das nach dem Tan­ken auto­ma­tisch mit einer Art e‑Portemonnaie an der Tank­stel­le oder der Lade­sta­ti­on bezahlt.

Unse­re Welt ent­wi­ckelt sich rasend schnell in Rich­tung digi­ta­le Zukunft: Schu­he aus dem 3D-Dru­cker und Kry­pro­wäh­run­gen sind kei­ne Sci­ence Fic­tion mehr. Damit wir per­sön­li­chen und geschäft­li­chen Nut­zen aus den neu­en Tech­no­lo­gien zie­hen kön­nen, brau­chen wir star­ke Part­ner­schaf­ten und eine enge Zusam­men­ar­beit. Fuji­tsu lebt die­se Wer­te täg­lich und lädt Sie dazu ein, unse­re Zukunft gemein­sam zu gestalten.

Die voll­stän­di­ge Key­note sehen sie im Video:

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Fujitsu Forum 2017Human Centric Inno­va­ti­on – Digi­tal Co-crea­ti­on! In Fuji­tsu Aktu­ell erhal­ten Sie vor, wäh­rend und nach dem Event Infor­ma­tio­nen über das Fuji­tsu Forum am 08. und 09. Novem­ber im ICM Mün­chen. Erfah­ren Sie, wie Digi­tal Co-crea­ti­on digi­ta­le Tech­no­lo­gien und Exper­ti­se kom­bi­niert, um Ihr Geschäft fit für die Zukunft zu machen. Haut­nah, zeit­nah und pra­xis­nah. IT-Stra­te­gen, Ent­schei­dungs­trä­ger und Exper­ten prä­sen­tie­ren in zukunfts­wei­sen­den Key­notes, pra­xis­ori­en­tier­ten Exper­ten­run­den und zahl­rei­chen Dis­kus­si­ons­fo­ren die Inno­va­tio­nen der IT und deren prak­ti­schen Nutz­wert für Sie und Ihr Unter­neh­men. Fol­gen Sie dem Hash­tag #Fuji­t­s­u­Fo­rum, um nichts zu ver­pas­sen – und nut­zen Sie ihn in Ihren eige­nen Tweets, um noch bes­ser auf­ge­fun­den zu werden.

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