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Bitkom-Netzwerk Bayern nach außen und innen stärken

Rupert Lehner ist Landessprecher des Branchenverbandes Bitkom in Bayern.
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Seit dem 1. Dezem­ber 2017 ist Rupert Leh­ner, Geschäfts­füh­rer bei Fuji­tsu, neu­er Lan­des­spre­cher des Bran­chen­ver­ban­des Bit­kom in Bay­ern. Damit nimmt er im Frei­staat Bay­ern eine wich­ti­ge Rol­le in Zei­ten der Digi­ta­li­sie­rung wahr, agiert er doch an der Schnitt­stel­le zwi­schen digi­ta­ler Wirt­schaft und Lan­des­po­li­tik. Als Lan­des­spre­cher ver­tritt er die Inter­es­sen des deut­schen Digi­tal­ver­ban­des Bit­kom – der in Bay­ern mehr als 350 Mit­glieds­un­ter­neh­men zählt – gegen­über der Poli­tik im Frei­staat. Nach den ers­ten zwei Mon­tan im Amt habe ich mich mit Rupert Leh­ner getrof­fen und mit ihm über Zie­le, Her­aus­for­de­run­gen und geplan­te Akti­vi­tä­ten gesprochen.

Herr Lehner, was war Ihre Motivation, diese herausfordernde Aufgabe zu übernehmen?

Mit­zu­ge­stal­ten, zu bera­ten und den Dia­log zu för­dern – das ist mein Antrieb. Seit vie­len Jah­ren bin ich im Haupt­vor­stand des Bit­kom enga­giert. Als gebür­ti­ger Bay­er liegt mir als Mensch und als Geschäfts­füh­rer von Fuji­tsu mit unse­ren Stand­or­ten in Mün­chen, Augs­burg und Nürn­berg der IT-Stand­ort Bay­ern sehr am Her­zen. Die Inter­es­sen unse­rer Bran­che gegen­über der baye­ri­schen Poli­tik zu ver­tre­ten ist eine wich­ti­ge und her­aus­for­dern­de Auf­ga­be, der ich mich ger­ne stelle.

Warum gibt es eigentlich die Rolle der Landessprecher und was sind die Hauptthemen?

Vie­le The­men unse­rer Bran­che – ich den­ke da an Bil­dung, inne­re Sicher­heit, Stand­ort- und Medi­en­po­li­tik oder die digi­ta­le Ver­wal­tung – wer­den in den Län­dern bestimmt – oder mit­be­stimmt. Zudem tref­fen die Lan­des­par­la­men­te und die Regie­rung vie­le wirt­schafts­po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen, die für unse­re Bran­che eine gro­ße Bedeu­tung haben. Mit dem Enga­ge­ment auf Lan­des­ebe­ne erhöht Bit­kom sei­ne regio­na­le Sicht­bar­keit. Zugleich spie­gelt er den föde­ra­len Auf­bau der Bun­des­re­pu­blik wider. In Bay­ern brin­ge ich hier­für einer­seits Lokal­ko­lo­rit, ande­rer­seits aber auch die Erfah­run­gen aus einem „Glo­bal Play­er“ mit.

Was macht Bayern Ihrer Meinung eigentlich besonders?

Seit der Wirt­schafts- und Stand­ort­po­li­tik von Franz-Josef Strauß gehört Bay­ern zu einem der wich­tigs­ten High­tech-Stand­or­te Euro­pas. Die Zah­len für Mün­chen spre­chen für sich. Hin­zu kom­men wei­te­re Schlüs­sel­bran­chen. Mit sei­nem star­ken indus­tri­el­len Kern sowie füh­ren­den Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men gibt es in Bay­ern die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen, digi­ta­le Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se erfolg­reich zu gestal­ten. Ent­spre­chend stark enga­giert sich die Baye­ri­sche Lan­des­re­gie­rung für die Digi­ta­li­sie­rung. Mit „Bay­ern Digi­tal II“ hat das Kabi­nett unter Feder­füh­rung von Staats­mi­nis­ter Mar­cel Huber eine umfas­sen­de Stra­te­gie für das digi­ta­le Zeit­al­ter vorgelegt.

Haben Sie in Ihrer neuen Rolle auch eine eher nach innen gerichtete Funktion?

Ja, und die­se Funk­ti­on ist mir auch sehr wich­tig. Bit­kom ist auch ein Netz­werk sowie eine Platt­form. Und Netz­wer­ke und Platt­for­men gewin­nen in Zei­ten der Digi­ta­li­sie­rung immer mehr an Bedeu­tung. Für Bay­ern gilt das beson­ders, nicht nur wegen der star­ken Wirt­schaft. Mit dem Mas­ter­plan Bay­ern Digi­tal II und den Land­tags­wah­len in Okto­ber bricht für die digi­ta­le Wirt­schaft Bay­erns ein span­nen­des Jahr an. Das wol­len wir beglei­ten und die Bran­che sowie Wirt­schaft und gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung stär­ken.

Wie wollen Sie das Netzwerk weiter fördern?

Durch Dis­kus­sio­nen auf unter­schied­li­chen Ebe­nen, Platt­for­men und Ver­an­stal­tun­gen. Trotz aller Digi­ta­len Mög­lich­kei­ten ist für mich die per­sön­li­che Begeg­nung unver­zicht­bar. Erst dadurch ent­steht Ver­trau­en, das auch belast­bar ist.

Was sind das für Veranstaltungen?

Wir star­ten am 7. März in den Fuji­tsu High­light Towers mit einem ers­ten Bit­kom-Netz­werk­tref­fen Bay­ern zum The­ma „Bay­ern Digi­tal II – Chan­cen der digi­ta­len Wirt­schaft“. Hier­zu haben wir als Spre­cher Staats­mi­nis­ter Dr. Mar­cel Huber gewon­nen, unter des­sen Feder­füh­rung Bay­ern Digi­tal II ja ent­stan­den ist. Mit ihm und mit dem Bit­kom-Netz­werk per­sön­lich ins Gespräch zu kom­men ist mir sehr wich­tig. Ich muss ja auch wis­sen, wo der Schuh drückt, wel­che The­men am drin­gends­ten sind.

Wann und wo ist das Netzwerktreffen genau und wie kann man sich anmelden?

Am Mitt­woch, 7. März 2018 um 17:00 Uhr bei uns in der Mies-van-der-Rohe-Stra­ße 8 in Mün­chen. Jose­phin Kosik von der Bit­kom-Geschäfts­stel­le in Ber­lin steht allen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern von Bit­kom-Mit­glieds­un­ter­neh­men für Fra­gen zur Ver­fü­gung (j.kosik@bitkom.org, Tel.: 030–275 76–137). Ich freue mich sehr auf die­sen Abend!

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Lehner!

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