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Wegweiser auch in unsicheren Zeiten – Charta Digitale Bildung

Wegweiser auch in unsicheren Zeiten – Charta Digitale Bildung
Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten

Mit den seit März 2020 bun­des­weit gel­ten­den Schul­schlie­ßun­gen, deren genau­es Ende der­zeit noch nicht abzu­se­hen ist, hat die Dis­kus­si­on über „Digi­ta­le Bil­dung” eine neue Dring­lich­keit erhal­ten. Schü­le­rin­nen und Schü­ler sol­len zu Hau­se die Unter­richts­in­hal­te anhand von Lese­stoff und Übungs­auf­ga­ben wei­ter bear­bei­ten, die Leh­re­rin­nen und Leh­rer die­sen im Home-Office zusam­men­stel­len und Hil­fe­stel­lung leis­ten. Ein gro­ßer orga­ni­sa­to­ri­scher und logis­ti­scher Auf­wand, der an alle Betei­lig­ten – Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen – hohe Anfor­de­run­gen stellt, die in kür­zes­ter Zeit umge­setzt wer­den sol­len. IT-Lösun­gen wie zum Bei­spiel inte­grier­te Cloud-Umge­bun­gen kön­nen die­se Pro­zes­se stark ver­ein­fa­chen, damit das Wesent­li­che – die Ver­mitt­lung von Wis­sen und Ver­ständ­nis – wie­der im Vor­der­grund steht. Eine sol­che stel­len wir Ihnen im zwei­ten Teil des Arti­kels kurz vor.

Was verstehen die Akteure unter „digitaler Bildung”?

Oft ste­hen die Akteu­re jedoch vor einer Viel­zahl von Her­aus­for­de­run­gen. Die­se begin­nen zunächst damit, dass der Begriff „Digi­ta­le Bil­dung” nicht klar defi­niert ist. Bezieht er sich dar­auf, jeden Klas­sen­ver­band mit Tablets aus­zu­stat­ten? Soll Haus­auf­ga­ben­hil­fe über das Smart­pho­ne ange­bo­ten wer­den? Wäre es sinn­voll, wenn die Schü­le­rin­nen und Schü­ler bereits in der Grund­schu­le anfan­gen, über Pri­vat­heit, Daten­schutz und ihre digi­ta­le Iden­ti­tät zu spre­chen? Oder müss­ten sie pro­gram­mie­ren ler­nen? Dr. Knuth Lan­ge, Lei­ter des Bereichs Fuji­tsu Con­nec­ted Ser­vices Edu­ca­ti­on, for­mu­liert das so:

Digi­ta­le Bil­dung ist viel­schich­tig und viel­fäl­tig. Und ein Schü­ler von heu­te ist ein Erwach­se­ner von mor­gen – in einer Welt mit einem noch höhe­ren Digi­ta­li­sie­rungs­grad. Und dar­auf müs­sen wir unse­re Kin­der und Jugend­li­chen vorbereiten.

Logo Charta Digitale Bildung

Ein ein­heit­li­ches Ver­ständ­nis des Begrif­fes ist jedoch die Vor­aus­set­zung dafür, dass Schu­len, Eltern und Kin­der sowie Poli­tik und Wirt­schaft an einem Strang zie­hen kön­nen, um „Digi­ta­le Bil­dung” – die so not­wen­dig ist, wie nie – gemein­sam umzu­set­zen und für alle zu einem berei­chern­den Ele­ment der Schul­zeit ein- und auszubauen.

Charta Digitale Bildung

Um die­sem Ver­ständ­nis Vor­schub zu leis­ten, hat die Gesell­schaft für Infor­ma­tik e.V. im Som­mer ver­gan­ge­nen Jah­res die „Char­ta Digi­ta­le Bil­dung” ins Leben geru­fen. Die­se dient allen unter­zeich­nen­den Akteu­ren dazu, ihre gemein­sa­me Sicht auf die digi­ta­le Bil­dung dar­zu­stel­len und sich für eine zeit­ge­mä­ße Defi­ni­ti­on (und dann auch Umset­zung) stark zu machen. Für uns als IT-Unter­neh­men, das bereits vie­le Pha­sen der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on selbst erlebt und beglei­tet hat, war es selbst­ver­ständ­lich, die Char­ta bereits zu Beginn zu unterzeichnen.

Charta Digitale Bildung
Die Char­ta Digi­ta­le Bil­dung basiert auf der Dag­stuhl-Erklä­rung. Nähe­re Infor­ma­tio­nen dazu fin­den Sie auf der Web­sei­te der Char­ta. ©Char­ta Digi­ta­le Bildung

 
Wel­che Kom­pe­ten­zen brau­chen also Kin­der, aber auch jedes Mit­glied der Zivil­ge­sell­schaft, um in unse­rer von Digi­ta­li­sie­rung gepräg­ten Welt mün­dig Ent­schei­dun­gen tref­fen zu kön­nen, sich sicher im Berufs­le­ben und im All­tag zu bewe­gen und die fort­schrei­ten­de Ent­wick­lung der Digi­ta­li­sie­rung mit­zu­ge­stal­ten? Die Char­ta nennt dazu drei Grund­sät­ze bzw. Fra­gen, die z. B. die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nach erfolg­rei­cher „digi­ta­ler Bil­dung” beant­wor­ten kön­nen sollten:

  • Aus anwen­dungs­be­zo­ge­ner Per­spek­ti­ve: Wie nut­ze ich es?
  • Aus tech­ni­scher Per­spek­ti­ve: Wie funk­tio­niert es?
  • Aus sozio-kul­tu­rel­ler Per­spek­ti­ve: Wie wirkt es auf mich und die Gesellschaft?

Von der Definition zur Umsetzung

Beim nähe­ren Stu­di­um der drei Grund­sät­ze der Char­ta kommt man jedoch nicht umhin fest­zu­stel­len, dass zwei von ihnen sehr eng mit der Umset­zung und kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung des (digi­ta­len) Unter­richts an den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen zu tun haben: die tech­ni­sche und die anwen­dungs­ori­en­tier­te Per­spek­ti­ve. Natür­lich machen die meis­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler die ers­ten Schrit­te in die digi­ta­li­sier­te Welt zu Hau­se mit ihren Eltern. Dort ist der Umgang jedoch oft auf das Smart­pho­ne und Tablet beschränkt. Und auch über die Funk­ti­ons­wei­se kön­nen vie­le Eltern nicht im Ein­zel­nen Aus­kunft geben. Da ist es wich­tig, prak­ti­sche Erfah­run­gen zu sam­meln. Und dafür ist ein geschütz­ter Raum wie die Schu­le ide­al. Außer­dem ergänzt Dr. Knuth Lan­ge, dass „nicht jedes Kind oder jeder Jugend­li­che zu Hau­se die Mög­lich­keit hat, mit aktu­el­len Tech­no­lo­gien in Berüh­rung zu kom­men. Um also auch nie­man­den abzu­hän­gen, ist es wich­tig, die­se Mög­lich­kei­ten in der Schu­le zu schaf­fen. Natür­lich sol­len dabei nicht alle Schüler*innen zu Infor­ma­ti­kern aus­ge­bil­det wer­den. Aber den grund­le­gen­den Umgang mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien soll­te jeder erler­nen können.”

Die Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen kön­nen hier ihre Schütz­lin­ge zum Bei­spiel bei den ers­ten Schrit­ten in Cloud-Umge­bun­gen betreu­en, mit ihnen anhand kon­kre­ter Bei­spie­le über die Art und Wei­se der Kom­mu­ni­ka­ti­on in Foren und Chats reden – über Vor- und Nach­tei­le. Daten­schutz und Pri­vat­sphä­re sind dann kei­ne lan­gen, unver­ständ­li­chen AGBs eines sozia­len Netz­wer­kes mehr, son­dern wer­den kon­kret anhand ver­schie­de­ner Zugriffs­rech­te, die alle Betei­lig­ten haben, sicht­bar. Auch die Inte­gra­ti­on und Aktua­li­sie­rung von Unter­richts­in­hal­ten oder Soft­ware, die Lern­stoff bereit­stellt, kön­nen das tech­ni­sche und inhalt­li­che Ver­ständ­nis fördern.

Hindernisse in der Praxis

Aber auch für die Lehr­kräf­te ist eine kon­kre­te Defi­ni­ti­on des Begriffs und der Anfor­de­run­gen, die damit an sie gestellt wer­den, mehr als hilf­reich. Zum Bei­spiel wur­den seit dem Inkraft­tre­ten des Digi­tal­Pakts Schu­le im Mai 2019 von den zur Ver­fü­gung gestell­ten 5 Mil­li­ar­den Euro erst 20 Mil­lio­nen abge­ru­fen (Stand Janu­ar 2020). Das hat vie­le Grün­de: die Schu­len tun sich schwer damit, ein kom­plet­tes Medi­en­kon­zept zu erstel­len, dass nicht nur auf sie zuge­schnit­ten ist, son­dern auch eine Viel­zahl von Even­tua­li­tä­ten berück­sich­tigt. Vie­le Fra­gen sind noch nicht abschlie­ßend geklärt: muss ich in der Schu­le einen Ser­ver­raum ein­rich­ten und IT-Tech­ni­ker ein­stel­len? Was geschieht, wenn das Geld aus­ge­ge­ben, aber die Hard­ware ver­al­tet ist? Auch hier ver­su­chen wir als Unter­neh­men mit unse­rer IT-Exper­ti­se die Akteu­re dabei zu unter­stüt­zen, Ant­wor­ten zu fin­den. Dazu tra­fen sich bei­spiels­wei­se die Mit­glie­der der Initia­ti­ve D21 e.V. (zu denen Fuji­tsu auch gehört) zum Work­shop in unse­ren Ber­li­ner Büros.

Aber auch in ande­ren Koope­ra­tio­nen wid­men wir uns kon­ti­nu­ier­lich dem The­ma „Digi­ta­le Bil­dung”, ins­be­son­de­re auch in Ver­bin­dung mit „lebens­lan­gem Ler­nen“, der ste­ti­gen Wei­ter­ent­wick­lung von Aus­bil­dung und Stu­di­um und dem „Ler­nen am Arbeits­platz”. Eine klei­ne Über­sicht dazu fin­den Sie z.B. im Arti­kel über die Fuji­tsu Enter­pri­se Plat­form Ser­vices (EPS) Aca­de­my.

Einfach nutzbare Lösungen sind gefragt

All die­se Fra­gen und Über­le­gun­gen sind gut und wich­tig, „eben­so wie ein guter Mix von digi­ta­len und ana­lo­gen Lern­in­hal­ten im Unter­richt”, betont Dr. Knuth Lan­ge – die Ant­wor­ten wer­den uns in der aktu­el­len Situa­ti­on aber nicht mehr hel­fen. Jetzt ist unkom­pli­zier­tes und zügi­ges Han­deln gefragt und dabei wol­len wir die Schu­len, Leh­re­rin­nen und Leh­rer, Eltern und Schü­ler­schaft unter­stüt­zen. Aus unse­rem Ange­bot Secu­ron for Schools haben wir des­halb eine Light-Ver­si­on erstellt, die jede Schu­le im vol­len Umfang für 120 Tage kos­ten­los nut­zen kann. Die­se stellt ad hoc die grund­le­gen­den Funk­tio­nen bereit, um den Lern­stoff wei­ter­hin ver­mit­teln zu können.

Dazu gehört (neben einer ein­fa­chen Anmel­dung) ein fer­ti­ges Dash­board, das eine Kurz­an­lei­tung und vie­le hilf­rei­che Tipps, Tricks und Links für alle Betei­lig­ten bereit­stellt. Mit Hil­fe einer intui­tiv zu bedie­nen­den Benut­zer­ver­wal­tung kön­nen schnell Lehr­kräf­te und Schüler*innen ange­legt und in Klas­sen zusam­men­ge­führt wer­den. Die­se erhal­ten zum Bei­spiel auto­ma­tisch Lauf­wer­ke für das Ver­tei­len von Arbeits­blät­tern, auf denen die Lehr­kräf­te Doku­men­te able­gen kön­nen, die die Klas­se zwar lesen und dru­cken, aber nicht ver­än­dern kann. Dafür gibt es an ande­rer Stel­le die Mög­lich­keit, im Klas­sen­ver­band Doku­men­te aus­zu­tau­schen oder im Forum Ver­ständ­nis­fra­gen zu stel­len und mit­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren. Auch das Ein­rei­chen von Haus­auf­ga­ben ist mög­lich, so dass jeder nur sei­ne eige­nen Ein­rei­chun­gen sehen und bear­bei­ten kann.

Securon for Schoold
Für Secu­ron Light haben wir Ihnen bereits ein Dash­board vor­be­rei­tet, auf dem Leh­ren­de und Ler­nen­de eine kur­ze Anlei­tung und wei­te­re hilf­rei­che Tools fin­den kön­nen. ©Fuji­tsu

 
Möch­te die Leh­re­rin oder der Leh­rer eine Schul­stun­de auf­set­zen, um bei­spiels­wei­se neue Kon­zep­te zu erläu­tern oder eine der belieb­ten „Lis­tening & Com­pre­hen­si­on” Auf­ga­ben durch­zu­füh­ren, ist auch eine sol­che Video­kon­fe­renz mit zwei Klicks erstellt und die Schüler*innen kön­nen von zu Hau­se dabei sein, Fra­gen stel­len und gemein­sam an Lösun­gen arbei­ten. Außer­dem ist der Zugriff unab­hän­gig vom jewei­li­gen Gerät – Smart­pho­ne, Tablet, Lap­top oder PC arbei­ten genau­so mit Secu­ron zusam­men, wie Android, Win­dows oder Apple-Betriebssysteme.

Securon for Schools
Für jede*n Schüler*innen, jede Klas­se und jedes Fach wer­den auto­ma­tisch Grup­pen- lauf­wer­ke erstellt, in denen die Lehr­kraft Unter­richts­ma­te­ri­al zur Ver­fü­gung stel­len kann.
© Fuji­tsu

 
Der Zugriff auf die Light-Ver­si­on ist jeder­zeit mög­lich – mel­den Sie sich an und tes­ten Sie selbst. Ger­ne beant­wor­ten wir auch Ihre Fra­gen und unter­stüt­zen Sie bei der Ein­rich­tung von Klas­sen, Arbeits­grup­pen oder einem schul­ei­ge­nen „Schwar­zen Brett” – dem Dash­board. Unse­re Kol­le­gin Nico­le Hein­rich ist für sie da!

Securon for Schools
Im Haus­auf­ga­ben­lauf­werk kann jede*r Schüler*in nur ihren eige­nen Ord­ner sehen, wäh­rend die Lehr­kraft Zugriff auf alle abge­ge­be­nen Haus­auf­ga­ben hat. © Fujitsu

 
Wenn Sie sich dar­über hin­aus für unse­re Lösung Secu­ron for Schools inter­es­sie­ren, möch­te ich Ihnen den aus­führ­li­chen Arti­kel „Wie wir unse­re Kin­der fit für die digi­ta­le Zukunft machen” und die Web­sei­te der Lösung empfehlen.

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