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Der D21 Digitalindex: Wie offen sind die Menschen für die Digitalisierung im Jahr 2020?

Der D21 Digitalindex: Wie offen sind die Menschen für die Digitalisierung?
Geschätzte Lesezeit: 9 Minuten

Ken­nen Sie die Initia­ti­ve D21? Das Netz­werk aus Wirt­schaft, Poli­tik, Wis­sen­schaft und Zivil­ge­sell­schaft fei­er­te im ver­gan­ge­nen Jahr sei­nen 20. Geburts­tag. Seit 1999 arbei­tet der Ver­ein dar­an, die gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen im digi­ta­len Wan­del zu durch­leuch­ten, jähr­li­che Lage­bil­der zu lie­fern und Debat­ten anzu­sto­ßen. Sein Ziel: Die Zukunft der Digi­ta­len Gesell­schaft sinn­voll zu gestal­ten.

Seit 2013 führt die Initia­ti­ve D21 jähr­lich eine Stu­die durch, die ein umfas­sen­des Lage­bild der Digi­ta­len Gesell­schaft in Deutsch­land ergibt. Befragt wer­den knapp 20.500 Bun­des­bür­ge­rIn­nen ab 14 Jah­ren. Die Stu­die beant­wor­tet dabei etli­che span­nen­de Fra­gen, zum Bei­spiel: Wie geht die deut­sche Bevöl­ke­rung mit dem digi­ta­len Wan­del um? Wel­che digi­ta­len Anwen­dun­gen und sozia­len Medi­en nutzt sie, über wel­chen Zugang zum Inter­net und wie oft? Wie viel Exper­ti­se haben die Bür­ge­rIn­nen bei digi­ta­len The­men? Sind sie bereit, sich selbst neu­es digi­ta­les Know-how anzu­eig­nen und wel­che Rol­le spie­len bei­spiels­wei­se Schu­len bei der Wis­sens­an­eig­nung? Am Ende der Stu­die steht dann ein Report: Der D21 Digi­ta­l­in­dex.

Fuji­tsu ist seit vie­len Jah­ren Part­ner der Initia­ti­ve D21. Im Rah­men die­ser Part­ner­schaft sind wir bereits an meh­re­ren Stu­di­en betei­ligt gewe­sen – und nun auch am D21 Digi­ta­l­in­dex 2019/2020.

Jährliche Anpassungen, um mit der Digitalisierung Schritt zu halten

Um den dyna­mi­schen Ent­wick­lun­gen des digi­ta­len Wan­dels gerecht zu wer­den, wer­den die Fra­gen jedes Jahr neu jus­tiert oder auch ersetzt. So schlüs­selt die aktu­el­le Stu­die nun auch die Nut­zungs­häu­fig­keit ein­zel­ner Diens­te mess­bar auf. In die­sem Jahr sind außer­dem erst­ma­lig Fra­gen dazu ent­hal­ten, wie die Teil­neh­mer der Digi­ta­li­sie­rung gegen­über­ste­hen und wie sie ihren Ein­fluss auf beruf­li­che und pri­va­te Per­spek­ti­ven ein­schät­zen. Das neue Schwer­punkt-Kapi­tel „Digi­ta­le Selbst­be­stimmt­heit” erfasst zudem die Hal­tung der Befrag­ten zum Umgang mit Daten, dem Ver­hal­ten in sozia­len Medi­en oder auch zu Authen­ti­fi­zie­rungs­mög­lich­kei­ten. Das Kapi­tel „Digi­ta­les Arbei­ten” befasst sich neben per­sön­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Ein­stel­lun­gen zur Arbeit eben­falls mit der Bewer­tung gesamt­ge­sell­schaft­li­cher Auf­ga­ben und den Ein­fluss der Digi­ta­li­sie­rung dar­auf.

Die wohl wich­tigs­te Erkennt­nis der dies­jäh­ri­gen Stu­die: Die Digi­ta­li­sie­rung in Deutsch­land gewinnt wei­ter­hin an Geschwin­dig­keit. Die Grund­la­ge für den Gesamt­in­dex sind vier Unter­be­rei­che – Zugang, Nut­zungs­ver­hal­ten, Kom­pe­tenz und Offen­heit – aus denen am Ende eine ein­zi­ge Kenn­zahl für den Digi­ta­li­sie­rungs­grad der deut­schen Gesell­schaft errech­net wird. Die­se zeigt nach Stei­ge­rungs­ra­ten in den Vor­jah­ren mit einem erneu­ten Zuwachs von drei Punk­ten einen noch stär­ke­ren Auf­wärts­trend. Der Digi­ta­li­sie­rungs­grad in Deutsch­land liegt nun bei 58 von 100 Punk­ten.
Der Digitalisierungsgrad in Deutschland liegt nun bei 58 von 100 Punkten.

Im Fokus: Offenheit gegenüber der Digitalisierung

In unse­rem heu­ti­gen Bei­trag möch­ten wir einen genaue­ren Blick auf den Bereich „Offen­heit” wer­fen. Der Fort­schritt zum Woh­le aller ist fest in unser Fir­men­phi­lo­so­phie (dem Fuji­tsu Way) ver­an­kert und steht für uns im Mit­tel­punkt. Er soll dabei nicht als bedroh­lich, son­dern als etwas Posi­ti­ves emp­fun­den wer­den. Daher inter­es­siert uns die gene­rel­le Ein­stel­lung der Men­schen natür­lich sehr: Wie offen sind sie gegen­über der Digi­ta­li­sie­rung? Wo sehen sie poten­ti­ell die größ­ten Ver­än­de­run­gen oder gar Gefah­ren? Sind sie bereit, sich selbst neu­es Know-how anzu­eig­nen? Und wel­che Rol­le soll­ten bei­spiels­wei­se Schu­len bei die­ser Wis­sens­an­eig­nung spie­len? All die­se Fra­gen ver­sucht der D21 Digi­ta­l­in­dex zu beant­wor­ten – und das mit Erfolg.

Eine der gro­ßen Fra­gen des Berei­ches lau­te­te: „Was glau­ben Sie, wie sich die fol­gen­den Lebens­be­rei­che in den nächs­ten 3 bis 5 Jah­ren durch die Digi­ta­li­sie­rung ver­än­dern wer­den?” Beson­ders gro­ßes Poten­ti­al sahen die Befrag­ten im Bereich des Ein­kaufs von Waren oder Dienst­leis­tun­gen. Hier sehen über 70 Pro­zent eine star­ke bis sehr star­ke Ver­än­de­rung im ange­ge­be­nen Zeit­raum. Ein ähn­li­ches Aus­maß an Neue­run­gen erwar­ten sie in den Berei­chen Medi­zin und Gesund­heits­we­sen sowie bei Fer­ti­gungs­pro­zes­sen in der Pro­duk­ti­on. Die Hälf­te aller Teil­neh­mer geht zudem von grö­ße­ren Ver­än­de­run­gen in der Bil­dung sowie im Mobi­li­täts­be­reich und in der öffent­li­chen Ver­wal­tung aus. Im Gro­ßen und Gan­zen sind sich die Befrag­ten sehr einig: Es wird kaum Aspek­te geben, die nicht beein­flusst wer­den.

Was glauben Sie, wie sich die folgenden Lebensbereiche in den nächsten 3 bis 5 Jahren durch die Digitalisierung verändern werden?

Schon jetzt sind eini­ge die­ser Ver­än­de­run­gen deut­lich sicht­bar. So setzt im Mobil­tiät­s­be­reich die DB Sys­tel für DB-inter­ne Diens­te mitt­ler­wei­le auf Robo­tic Pro­cess Auto­ma­ti­on. Die Natio­nal Rail­way Com­pa­ny CFL ver­bes­sert das Kun­den­er­leb­nis von B2B- und B2C-Kun­den durch den Ein­satz einer neu­en digi­ta­len Web-Platt­form. Und im Han­del erneu­ert s.Oliver die LAN- und WLAN-Struk­tur in 185 Stores, um unter ande­rem den Kun­den ein kos­ten­lo­ses WLAN zu ermög­li­chen.

Digitale Bildung – oft fehlt die passende Infrastruktur

An wel­chem Punkt sich die Digi­ta­li­sie­rung im Bereich Bil­dung befin­det, zeigt die der­zei­ti­ge Situa­ti­on beson­ders deut­lich. Die Schu­len sind gezwun­gen, vom übli­chen vor-Ort-Unter­richt abzu­wei­chen und alter­na­ti­ve Wege zu gehen. Dies wird aller­dings oft durch nicht oder nur rudi­men­tär vor­han­de­ne IT-Infra­struk­tu­ren erschwert. Es gibt jedoch auch posi­ti­ve Bei­spie­le, wie eine pas­sen­de Infra­struk­tur sowohl im Schul­all­tag als auch in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen wie der der­zei­ti­gen eine soli­de Basis für den Unter­richt bil­det. So setzt die Beruf­li­che Ober­schu­le Pas­sau seit einer gerau­men Wei­le auf Secu­ron for Schools und konn­te den aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen gelas­sen begeg­nen. Wir freu­en uns, wenn wir Schu­len so auf ihrem Weg unter­stüt­zen kön­nen.

D21 Digitalindex: Nur 36% der Befragten fanden, dass Schulen ausreichend die notwendigen Fähigkeiten vermitteln.Ein wei­te­rer Kri­tik­punkt im The­men­kom­plex Digi­ta­li­sie­rung und Bil­dung befasst sich mit der Ver­mitt­lung von Digi­ta­li­sie­rungs­fä­hig­kei­ten durch Schu­len. Im Digi­ta­l­in­dex wird dies eben­falls deut­lich: Nur 36% der Befrag­ten fan­den, dass Schu­len aus­rei­chend die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten ver­mit­teln. 

Digi­ta­le Bil­dung in all ihren Facet­ten ist uns ein wich­ti­ges Anlie­gen, wes­we­gen wir uns der Char­ta Digi­ta­le Bil­dung ange­schlos­sen haben. Die­se dient allen unter­zeich­nen­den Akteu­ren dazu, ihre gemein­sa­me Sicht auf die Digi­ta­le Bil­dung dar­zu­stel­len und sich für eine zeit­ge­mä­ße Defi­ni­ti­on (und Umset­zung) stark zu machen. Für uns als IT-Unter­neh­men war es selbst­ver­ständ­lich, die Char­ta bereits von Beginn an zu unter­stüt­zen.

D21 Digitalindex: Thema „Homeoffice”

Auch in ande­ren Berei­chen macht sich die fort­schrei­ten­de – oder noch gebrems­te – Digi­ta­li­sie­rung der­zeit stark bemerk­bar. Neh­men wir das The­ma „Home­of­fice” her­aus, dem sich der D21 Digi­ta­l­in­dex in einem sepa­ra­ten Abschnitt wid­met. Die dort beant­wor­te­ten Fra­gen krei­sen um die Arbeits­welt: Wie sieht es aus mit der Digi­tal­kom­pe­tenz, Tele­ar­beit, Home­of­fice und dem mobi­len Arbei­ten? Was sind die beruf­li­chen Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft – und wel­che Ein­stel­lun­gen haben die Befrag­ten zum Digi­ta­len Arbei­ten?

Laut einer Stu­die des Bit­kom wur­de bis­her nur in vier von zehn Unter­neh­men die Arbeit im Home­of­fice erlaubt. Dabei wünscht sich jeder zwei­te Berufs­tä­ti­ge (45 Pro­zent) einen gesetz­li­chen Anspruch. Zwei Drit­tel der Berufs­tä­ti­gen (63 Pro­zent) befür­wor­ten gelo­cker­te Rege­lun­gen zum Arbeits­schutz, um die­se Art des Arbei­tens zu erleich­tern. Gera­de in der aktu­el­len Situa­ti­on arbei­ten mehr Men­schen als je zuvor von zuhau­se aus, auch in Unter­neh­men, die bis­lang Home­of­fice nur tage­wei­se oder gar nicht ermög­licht haben. Nach Erhe­bun­gen von Mit­te März 2020 ist im Moment jeder zwei­te Berufs­tä­ti­ge (49 Pro­zent) ganz oder zumin­dest teil­wei­se im Home­of­fice.

Viele möchten mobil arbeiten, nur wenige dürfen

Der Stand von Anfang des Jahrs zeigt sich eben­so im Digi­ta­l­in­dex. Mobi­les Arbei­ten von zuhau­se oder unter­wegs ist nur für weni­ge All­tag. Nicht ein­mal jede/r fünf­te Berufs­tä­ti­ge in Deutsch­land arbei­tet zeit­wei­se oder dau­er­haft mobil. Damit trans­for­miert die Digi­ta­li­sie­rung die ört­li­che Aus­füh­rung von Arbeit bis­her ver­gleichs­wei­se wenig. Und das, obwohl fast die Hälf­te der Berufs­tä­ti­gen der Mei­nung ist, dass zeit­lich und räum­lich fle­xi­bles Arbei­ten zu einer Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät bei­tra­ge. Der Haupt­hin­de­rungs­grund ist und bleibt dabei die aus­ge­üb­te Tätig­keit selbst. Doch auch von Sei­ten der Unter­neh­men gibt es Hür­den, sowohl inhalt­li­che, tech­ni­sche und unter­neh­mens­kul­tu­rell beding­te.

Teil­wei­se man­gelt es auch hier, ähn­lich wie in der Digi­ta­len Bil­dung, schon an der IT-Infra­struk­tur. Mobi­les Arbei­ten setzt ein ent­spre­chen­des Set­up an Gerä­ten und Zugän­gen vor­aus, das Arbeit­ge­be­rIn­nen zur Ver­fü­gung stel­len müs­sen. Die Situa­ti­on sieht dabei bei Voll­zeit­be­schäf­tig­ten – 30 % bekom­men kei­ne Gerä­te oder Kol­la­bo­ra­ti­ons-Tools zur Ver­fü­gung gestellt – ein wenig bes­ser aus, als bei Teil­zeit­be­schäf­tig­ten (50 %). Dabei sind Gerä­te wie Lap­tops und Smart­pho­nes Arbeits­werk­zeug und soll­ten nicht als Sta­tus­sym­bol bestimm­ten Posi­tio­nen im Unter­neh­men vor­be­hal­ten sein.

Bereitstellung von Geräten durch den Arbeitgeber

Mit dem The­ma Home­of­fice beschäf­tigt sich der­zeit auch eine Stu­die des Fraun­ho­fer IAO. Unter­sucht wer­den sowohl das pro­fes­sio­nel­le Mit­ein­an­der unter Kol­le­gIn­nen und Part­nern als auch das Wohl­be­fin­den der Arbeit­neh­me­rIn­nen sowie die Arbeits­qua­li­tät. Aus den Ergeb­nis­sen soll eine Stu­die ent­ste­hen, die mög­li­che Zukunfts­sze­na­ri­en der Arbeits­welt von Mor­gen beschreibt. Die Umfra­ge zur der­zei­ti­gen Arbeits­si­tua­ti­on im Home­of­fice läuft und rich­tet sich an all die­je­ni­gen, die momen­tan zumin­dest teil­wei­se von zuhau­se aus arbei­ten müs­sen.

Einstellung gegenüber Veränderungen

Eine zwei­te zen­tra­le Fra­ge im Bereich „Offen­heit” war, wel­che Erwar­tun­gen die Teil­neh­mer an die ver­mu­te­ten Ver­än­de­run­gen haben. Gene­rell gilt: Die Mehr­heit hat posi­ti­ve Erwar­tun­gen und begrüßt die Ver­än­de­run­gen.  Die genaue Aus­prä­gung vari­iert von Bereich zu Bereich:

D21 Digitalindex: Welche Erwartungen haben die Teilnehmer an die vermuteten Veränderungen?

Am stärks­ten begrü­ßen die Befrag­ten Ver­än­de­run­gen durch die Digi­ta­li­sie­rung im Bereich Bil­dung. Dicht gefolgt wird dies vom Bereich Gesund­heits­we­sen. Grö­ße­re Skep­sis herrscht jedoch in den Berei­chen Pfle­ge und pri­va­te Kom­mu­ni­ka­ti­on – mög­li­cher­wei­se begrün­det durch die Sor­ge, dass eine Zunah­me an Digi­ta­li­sie­rung hier zu einer Abnah­me an Zwi­schen­mensch­lich­keit führt. Inter­es­sant ist: Je mehr Ver­än­de­run­gen die Men­schen erwar­ten, des­to posi­ti­ver ist ihre Ein­stel­lung dazu. Wer­den hin­ge­gen gerin­ge Ver­än­de­run­gen erwar­tet, wer­den die­se ten­den­zi­ell nega­ti­ver ein­ge­stuft. Und: Je digi­ta­ler die Men­schen bereits heu­te sind, umso stär­ker sind die erwar­te­ten Aus­wir­kun­gen und umso posi­ti­ver wer­den sie bewer­tet.

Für eine positive Einstellung: Die Menschen stärker einbeziehen

Grund­sätz­lich gilt: Die Erwar­tun­gen und Ein­stel­lun­gen der Men­schen sind wich­tig für das Vor­an­schrei­ten der Digi­ta­li­sie­rung. Aus einer posi­ti­ven Grund­ein­stel­lung her­aus ent­wi­ckelt sich meist die Akzep­tanz neu­er Tech­no­lo­gien mit ihrer Nut­zung. Die­se kann durch eine Ein­be­zie­hung der Bür­ger noch ver­bes­sert wer­den, wie Juan Perea Rodrí­guez, Mit­glied der Geschäfts­lei­tung, Fuji­tsu Cen­tral Euro­pe, betont:

In vie­len Lebens­be­rei­chen bie­tet die Digi­ta­li­sie­rung einen hohen Kom­fort. Es bestehen aber auch Ängs­te, z. B. vor Daten­miss­brauch oder vor dem Weg­fall von Arbeits­plät­zen. Ich sehe sowohl den Staat als auch Unter­neh­men in der Pflicht, die Bür­ge­rIn­nen bes­ser über die Chan­cen der Digi­ta­li­sie­rung zu infor­mie­ren. Digi­ta­le Ange­bo­te soll­ten dar­über hin­aus auch stär­ker in der Ver­wal­tung Anklang fin­den. Akzep­tanz und Mehr­wert kön­nen nur ent­ste­hen, wenn Daten­schutz, ‑sou­ve­rä­ni­tät und eine kon­se­quen­te Nut­zer­ori­en­tie­rung geschaf­fen wer­den. Unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen kann die Offen­heit gegen­über der Digi­ta­li­sie­rung ver­stärkt wer­den.

Die­ser Mei­nung schließt sich Isa­bel Netz­band, Head of Govern­men­tal Rela­ti­on & Public Poli­cy bei Fuji­tsu, an, wie Sie in einem Video-Inter­view betont: „Erst, wenn ich auch die Vor­tei­le sel­ber erle­be, ver­ste­he ich, war­um neue Tech­no­lo­gien wich­tig ist.” Unter­stützt wird dies durch wei­te­re, wich­ti­ge Maß­nah­men: „Wir müs­sen gemein­sam die Vor­tei­le, den Nut­zen deut­lich und erleb­bar machen und das heißt unter ande­rem auch: eine zügi­ge und nach­hal­ti­ge Umset­zung des Digi­tal­pakts, aber auch des Online­zu­gangs­ge­set­zes für Ver­wal­tungs­leis­tun­gen.” Das voll­stän­di­ge Video-State­ment fin­den Sie hier:

 

Digitale Selbstbestimmtheit: Wenig Vertrauen in die Handhabung von Daten

Auch abseits des Berei­ches „Offen­heit” sind die Ergeb­nis­se der Stu­die hoch­gra­dig inter­es­sant. Im neu­en Bereich „Digi­ta­le Selbst­be­stimmt­heit” wird vor allem eines sicht­bar: Der Umgang mit und die Sicher­heit von per­sön­li­chen Daten ist für die Befrag­ten immens wich­tig. Dabei sehen sie neben den Nut­zern selbst eben­falls Fir­men und die Poli­tik in der Ver­ant­wor­tung. Doch einen ange­mes­se­nen Umgang mit Daten traut den Unter­neh­men weni­ger als die Hälf­te der Befrag­ten zu. Fast zwei Drit­tel haben die Befürch­tung, die Kon­trol­le über ihre Daten zu ver­lie­ren, sobald sie sie zum Bei­spiel via Inter­net an einen Anbie­ter über­tra­gen.

Fast zwei Drittel haben die Befürchtung, die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren, sobald sie sie zum Beispiel via Internet an einen Anbieter übertragen.Dabei ist die Sicher­heit und Ver­trau­lich­keit von Daten essen­ti­ell. Für uns ist sie so essen­ti­ell, dass wir in unse­rem Ver­hal­tens­ko­dex einen wich­ti­gen Anspruch an uns selbst ver­an­kert haben: Wir wah­ren Ver­trau­lich­keit. Infor­ma­tio­nen unse­rer Kun­den oder Geschäfts­part­ner wer­den ent­spre­chend der vor­her getrof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen ver­wen­det. Bei der Erfas­sung und Pfle­ge per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten hand­ha­ben, ver­wal­ten und nut­zen wir die­se Daten in allen Fäl­len ange­mes­sen.

Verfahren zur sicheren Authentifizierung

Eine der Fra­gen in die­sem Teil der Stu­die befass­te sich mit der Nut­zung von Authen­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren, egal ob als Zugangs­kon­trol­le zu Gebäu­den oder für die Nut­zung des PC oder Note­book. Rund 80% der Online­rIn­nen iden­ti­fi­zie­ren sich im Inter­net mit Benut­zer­na­me und Pass­wort, etwa die Hälf­te nutzt außer­dem PIN/­TAN-Ver­fah­ren oder ver­wen­det einen Bestä­ti­gungs­link per E‑Mail. Bio­me­tri­sche Ver­fah­ren wie Fin­ger­ab­druck, Face-ID und Iris-Scan sind zwar (fast) einer Mehr­heit bekannt, jedoch (noch) rela­tiv wenig im Ein­satz. Am meis­ten ver­brei­tet davon ist der digi­ta­le Fin­ger­ab­druck, bei­spiels­wei­se zum Ent­sper­ren des Smart­pho­ne-Dis­plays.

Verfahren zur Authentifizierung

Gänz­lich unge­nannt bleibt hier ein wei­te­res Ver­fah­ren, das im Unter­neh­mens­kon­text bereits recht ver­brei­tet ist: Die Authen­ti­fi­ka­ti­on über den Scan der Hand­ve­nen. Die­se sind für jeden Men­schen ein­ma­lig. Über einen Scan kann so zum Bei­spiel eine siche­re Zugangs­kon­trol­le für Gebäu­de erfol­gen – oder für Gebäu­de­tei­le wie zum Bei­spiel das Lager oder der Per­so­nal­aus­gang in einem Super­markt. Das Sys­tem ist dabei 100-mal siche­rer als die Authen­ti­fi­zie­rung über den Fin­ger­ab­druck und mitt­ler­wei­le in vie­len Kon­tex­ten im Ein­satz: in IT-Unter­neh­men, Schu­len oder auch Ban­ken. Da die gespei­cher­ten Infor­ma­tio­nen aus­schließ­lich aus kryp­to­gra­phi­schen Tem­pla­tes bestehen, ist ein Rück­schluss auf per­sön­li­che Infor­ma­tio­nen der zugangs­be­rech­tig­ten Per­son nicht mög­lich. So ist ein maxi­ma­ler Grad an Daten­schutz gewähr­leis­tet – ganz ent­spre­chend dem Wunsch der Befrag­ten.

Der D21 Digitalindex 2019 / 2020

Der Digi­ta­l­in­dex zeigt wie­der ein­mal deut­lich: Es hat sich viel getan in Sachen Digi­ta­li­sie­rung. Doch vor uns liegt eben­falls noch ein ordent­li­cher Weg. Sie möch­ten mehr wis­sen? Den voll­stän­di­gen Index fin­den Sie hier: D21 Digi­ta­l­in­dex 2019 / 2020. Wir sind sehr gespannt auf die nächs­te Aus­ga­be und dar­auf, wie die Lage in einem Jahr aus­se­hen wird.

Wir freu­en uns eben­so sehr dar­auf, im nächs­ten Jahr Part­ner des eGo­vernment Moni­tors der Initia­ti­ve D21 zu sein, der sich mit dem aktu­el­len Stand des eGo­vernments in Deutsch­land befasst.  Bis dahin möch­ten wir mit unse­ren Pro­duk­ten, Lösun­gen und Ser­vices wei­ter­hin ein wich­ti­ger Trei­ber der Digi­ta­li­sie­rung sein – zum Bei­spiel mit den Fuji­tsu Con­nec­ted Ser­vices, unse­rer Ant­wort auf eine zuneh­mend ver­netz­te Welt. Möch­ten Sie mehr dar­über erfah­ren? Hier kön­nen Sie nach­le­sen, wie der Ein­satz in der intel­li­gen­ten Mobi­li­tät oder bei Digi­ta­len Bür­ger­ser­vices aus­se­hen kann. Oder spre­chen Sie uns ein­fach an – wir ste­hen ger­ne an Ihrer Sei­te.

Quel­le der Gra­fi­ken im Text: D21 Digi­ta­l­in­dex 2019 / 2020.

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