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Fujitsu Perspectives: mit dem Bulldozer durch den Supermarkt im Geiste – Steve Lennon über Design Thinking

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Teamwork
Design Thin­king – ein inno­va­ti­ver Ansatz für krea­ti­ve Pro­zes­se. Ste­ve Len­non ver­rät uns auf Fuji­tsu Per­spec­ti­ves, was hin­ter die­sem Begriff steckt.

Vie­le Men­schen kau­fen im Super­markt ihres Ver­trau­ens ein – dort, wo sie immer ein­kau­fen. Wir wis­sen, wo alles steht und wir schät­zen die Qua­li­tät der Pro­duk­te. Lan­ges Suchen in „unse­rem Super­markt” kön­nen wir uns spa­ren. Was aber pas­siert, wenn ein Bull­do­zer die von uns gekann­te Ord­nung dem Erd­bo­den gleich­macht? Mit die­sem Bild beschreibt Ste­ve Len­non, Princi­pal Advi­sor, Tech­no­lo­gy & Inno­va­ti­on, Digi­tal Busi­ness Plat­form, Glo­bal Deli­very, Fuji­tsu, auf Fuji­tsu Per­spec­ti­ves in sei­nem eng­lisch­spra­chi­gen Arti­kel „Remo­del­ling your Mind for Design Thin­king” den krea­ti­ven und mitt­ler­wei­le eta­blier­ten Ansatz „Design Thinking”.

Sein Bei­spiel gilt dabei kei­nes­wegs als aus der Luft gegrif­fen. Bereits heu­te müs­sen auch Ein­zel­händ­ler ihre Kon­zep­te ändern, um auf die Anfor­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung und den „neu­en” Kun­den reagie­ren zu kön­nen. Gera­de weil Geschäfts­mo­del­le qua­si über Nacht ihre Gül­tig­keit ver­lie­ren, kann uns ein radi­ka­ler Abriss hel­fen. Spä­tes­tens dann müs­sen wir uns neu ori­en­tie­ren und unse­ren „Super­markt im Geis­te” den Anfor­de­run­gen einer ver­än­der­ten Welt anpassen.

Vor dem Neuanfang erfolgt der Abriss der alten Strukturen

Rei­ßen wir gewohn­te Struk­tu­ren ein, ste­hen wir oft­mals vor einem „Nichts”. Es dau­ert, bis wir uns wie­der zurecht­fin­den. Als „schmerz­haft” und „zer­stö­re­risch” bezeich­net Ste­ve Len­non den ers­ten Schritt des Design Thin­king. Bevor wir etwas Neu­es anfan­gen kön­nen, müs­sen wir uns zunächst von alten Pro­zes­sen und Gewohn­hei­ten ver­ab­schie­den. Blei­ben wir bei unse­rem erdach­ten Super­markt, müs­sen wir nicht nur die Pro­duk­te neu anord­nen, son­dern dem gesam­ten Gebäu­de ein neu­es revo­lu­tio­nä­res Design geben.

Die­ses Design ori­en­tiert sich an drei Eck­pfei­lern: am Men­schen, an der Tech­no­lo­gie und an der Wirt­schaft. Bevor wir jedoch anfan­gen, neu zu struk­tu­rie­ren suchen wir uns zunächst die Din­ge her­aus, die wir ver­mis­sen. Wel­che Fähig­kei­ten brau­chen wir für den Neu­bau? Das­sel­be gilt für unse­re Ideen und die Hal­tung gegen­über dem neu­en Pro­jekt. Erst wenn wir wis­sen, auf wel­chem Fun­da­ment der neue Markt ste­hen soll, kön­nen wir mit dem Bau begin­nen. Genau wie bei einem ech­ten Bau­pro­jekt müs­sen wir an die­ser Stel­le Men­schen aus ver­schie­de­nen Bran­chen zusam­men­brin­gen. Die­ses Team arbei­tet beim „Design Thin­king” krea­tiv zusam­men und vie­le Sicht­wei­sen flie­ßen in den Pro­zess mit ein.

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Das Ziel dürfen wir auch über Umwege erreichen – nichts gilt beim Design Thinking als in Stein gemeißelt

Nur das Wich­tigs­te dür­fen wir auch bei die­sem Ansatz nicht aus den Augen ver­lie­ren: den Kun­den. Jede Ver­än­de­rung dient sei­nen Bedürf­nis­sen. Unser Super­markt zum Bei­spiel erhält neu ange­ord­ne­te Gän­ge, eine geziel­te­re Beleuch­tung, ande­re Schil­der und viel­leicht sogar intel­li­gen­te Trans­port­bän­der. Wäh­rend des gesam­ten Pro­zes­ses geht es dar­um, neue Chan­cen zu ent­de­cken, Pro­ble­me zu lösen und gute Ideen erfolg­reich umzu­set­zen. Die­ses Ziel errei­chen wir nur, indem wir stän­dig in den Design-Pro­zess ein­grei­fen und Ergeb­nis­se hinterfragen.

infografik_human_centric_design_thinkingFuji­tsu ent­wi­ckel­te zum Design Thin­king fünf Schrit­te, die am Ende zum Ziel füh­ren. Als ers­tes müs­sen wir uns in eine Situa­ti­on hin­ein­ver­set­zen, sie ver­ste­hen, um han­deln zu kön­nen. Wis­sen wir schließ­lich wor­um es geht, folgt die Defi­ni­ti­on. Auf die­ser Basis ent­ste­hen eine gemein­sa­mer Ent­wurf und ein Pro­to­typ, der am Ende in die Test­pha­se über­geht. Wäh­rend des gesam­ten Pro­zes­ses dür­fen wir das Grund­prin­zip des Design Thin­king nicht aus den Augen ver­lie­ren: Kei­ner der Schrit­te gilt als in Stein gemeißelt.

Design Thinking: ein paar Bilder reichen aus, um dem MRT seinen Schrecken zu nehmen

Schlei­fen, Wie­der­ho­lun­gen, Ver­bes­se­run­gen sowie ver­wor­fe­ne Ideen gel­ten als erlaubt und sogar erwünscht. Als Fol­ge erzie­len wir in der Pra­xis bes­se­re Ergeb­nis­se. Ein Bei­spiel dafür erläu­tert Ste­ve Len­non anhand der nicht nur für Kin­der oft unan­ge­neh­men MRT-Unter­su­chung (MRT = Magnet-Reso­nanz-Tomo­gra­phie, eng. MRI). Die klei­nen Pati­en­ten füh­len sich durch die Enge der Röh­re und die Geräu­sche um sie her­um bedroht. Genau­so wie vie­le Erwach­se­ne ent­wi­ckeln Kin­der Platz­angst und kön­nen die Situa­ti­on in der engen „Röh­re” nur schwer ertra­gen. Vie­le Eltern füh­len sich in einem sol­chen Moment hilf­los und den Ängs­ten ihrer Kin­der ausgeliefert.

design_thinking_better_mri_for_kidsUm die Unter­su­chung für die Klei­nen ange­neh­mer zu gestal­ten, ent­wi­ckel­te sich das GE „Adven­ture Seri­es” MRI. Anstatt der blan­ken Röh­re sehen die klei­nen Pati­en­ten jetzt Welt­raum­ra­ke­ten und Pira­ten­schif­fe in Akti­on. Zusätz­lich schüt­zen Kopf­hö­rer die klei­nen Pati­en­ten vor den unan­ge­neh­men Geräu­schen des Magne­ten wäh­rend eines Scans. Die Idee dazu lie­fer­te Doug Dietz als Fol­ge sei­ner Beob­ach­tun­gen in Kran­ken­häu­sern. Schon ein paar Bil­der rei­chen aus, um der Unter­su­chung ihren Schre­cken zu nehmen.

Im Supermarkt des Geistes: Ein radikaler Abriss ebnet allem Neuen den Weg

Auf­grund die­ses Bei­spiels lässt sich erah­nen, wie viel hin­ter dem krea­ti­ven Ansatz „Design Thin­king” wirk­lich steckt. Was sich auf das ers­te Lesen radi­kal anhört, eröff­net uns neue Chan­cen und Wege für ech­te Inno­va­tio­nen. Erfah­ren Sie von Ste­ve Len­non, wie die­ser Ansatz in der Pra­xis funk­tio­niert und was wir tun müs­sen, um Design Thin­king im Pro­zess der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on zu nut­zen. Den voll­stän­di­gen Bei­trag erhal­ten Sie auf der Inter­net­sei­te Fuji­tsu Per­spec­ti­ves – Remo­del­ling your Mind for Design Thin­king. Sie möch­ten mehr über die ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven der Digi­ta­li­sie­rung wis­sen? Alle Bei­trä­ge der Fuji­tsu Per­spec­ti­ves fin­den Sie hier in einem Überblick:

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